21-05-04-CoTaBu- Schlapp vom Tag und kollegialer Austausch mit Linda

Wie konnte ich mir diese endlosen Fernsehexzesse angewöhnen!? Eine Unart der letzten Jahre nach einem fernsehfreien Jahr nach Simons Tod. Jetzt noch die Rote Couch, obwohl ich die Person gar nicht kenne um die es geht (heute eine sehr nette, nachdenkliche, freundliche Schauspiererin aus einer Sendung, die Großstadtrevier heißt und die ich noch nie gesehen habe); da kommen Einblendungen zu Themen, die gar nichts damit zu tun haben. Geendet vor Senta Berger, den Film fand ich packend: Schlaflos. – Im Hospiz: Die geplante gestrige Aufnahme war verstorben. Die heutige auch. So wollte ich einen, der am Donnerstag von zu Hause kommen sollte und für den es brenzlig wird, „einspringen“ lassen. Ich hatte dessen Hausarzt gestern abend noch mitgeteilt, dass das heute eine Wackelkandidatin wird.  Es scheiterte am Coronatest, der nicht fertig war. So habe ich den, der für morgen geplant war, auf übermorgen verschoben und umgekehrt; Sankas mussten umbestellt werden. Ich sehne mich den wärmeren Tagen entgegen, an denen ich das ein oder andere Gespräch am Brunnen führen werde. Die angekündigten Lockerungen realisiere ich noch nicht vollständig. – Heute hat mich Linda aus dem 3. Orden angerufen, um sich durch kollegialen Rat auf einen jungen Vater von Zwillingen vorzubereiten, dessen Frau bei der Geburt gestorben ist. Man muss den Mann kennenlernen und sehen, wo er steht. Da ist die ganze Trauerlandschaft mit all den tausenden „zertifizierten Trauerbegleitern“ für die Katz. Angesichts solchen Leids und solcher Aufgaben gibt es keine Angebote. Googelnderweise findet man gerade noch das Thema Kindertod. Dass die Mutter stirbt ist keine Kategorie. Im Austausch mit Linda kristallisierten sich konstruktivere Gedanken heraus als dies im ersten Moment der Fall war.

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4 Antworten

  1. Renate sagt:

    Die Schauspielerin und die Sendung „Großstadtrevier“ waren auch mir unbekannt. Ich habe weggeschaltet. Eine Tragödie der Tod dieser jungen Mutter. Ich weiß nicht ob Linda alleine für den Vater zuständig ist. Sie hat hoffentlich Unterstützung von ihren KollegInnen, die mit dem Thema Tod bereits Kontakt hatten. Morgen erfahre ich mehr.

  2. Ines sagt:

    Dass heutzutage Mütter noch bei der Geburt sterben, hätte ich nicht gedacht bei der Intensivmedizin und den Vorsichtsmaßnahmen im Krankenhaus. War es ein Kaiserschnitt? (Frage geht wohl eher an Renate). Ich will auch weniger fernsehen und hoffe auf laue Sommerabende, an denen ich Lust habe länger draußen zu sitzen oder noch eine Runde zu laufen. Dieses bewegungslose Hocken vor der Glotze tut mir nicht gut, wenngleich es oft was Interessantes zu schauen gibt. Gestern einen aufgenommenem Beitrag über den Chor des Bayrischen Rundfunks.

    • Heike sagt:

      Linda wusste selber noch nicht so viel. Sie sagte, die Frau war auch krank, möglicherweise ja schwerkrank. Wie ich es verstanden habe war das Geburtsgeschehen nicht der einzige Faktor. Das jedenfalls haben wir ja auch öfters, dass eine Frau während der Schwangerschaft oder direkt nach der Geburt eine Schwerstdiagnose bekommt.

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