Erste Bergwanderung und sorgenvolle Nacht

Gestern Nachmittag endlich wieder zum Schliersee gefahren. Wenn wir 2  Wochen nicht hier waren, habe ich richtige Vorfreude auf diesen Ort. Wir hatten diesesmal schon alle Einkäufe fürs Wochenende erledigt, so dass wir heute nicht mehr einkaufen mussten, um schon morgens für eine Wanderung aufzubrechen. Gestern war ich wegen meiner Mutter noch sehr niedergeschlagen und voller Sorgen. Mein Bruder, der den Umzug ins Heim gestern mitgemacht hat, schrieb, Mama sei sehr tapfer. Ein paar Stunden später schrieb meine Schwester, dass Mama nicht mehr tapfer sei und geweint habe. Das hat mir das Herz gebrochen. In der Nacht überfielen mich heftige Sorgen, dass sie dort nicht gut behandelt und vernachlässigt wird. Heute morgen konnte ich sie dann gleich telefonisch erreichen und sie klang wieder sehr gefasst und hat die kompetenten Pflegenden und das Essen gelobt. Mit den Mitbewohnern ist wohl nicht viel los. Die seien alle noch “ behindeter“ als sie, so meine Mutter und das will was heißen, hat sie doch Pflegegrad 5. Jedenfalls war ich erleichtert, dass sie es nicht so greuslich im Heim findet. Der Rest des Tages war unglaublich schön. Wir sind nach Bayrischzell gefahren und bei bombigen Wetter zum mittleren Sudelfeld gewandert, die erste Bergwanderung in diesem Frühjahr. Mittags an so einer verlassenen, aber geöffneten Ski-Bar ein Helles, Würstchen und Kaffee verzehrt und sehr erschöpft und glücklich heim gekehrt. Zeitung auf der Terrasse, asiatisch kochen, essen und genießen. Morgen geht’s nach dem Frühstück heim und nachmittags kommen Maja und Luisa, die Mädels.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Da hab ihr ja ein wunderbares Wochenende erwischt, schöner und frischer könnte es nicht sein! Bin gespannt, wie es mit euren beiden Töchtern wird, das letzte Mal habe ich sie an Weihnachten gemeinsam vor Augen, oder? Die Tränen deiner Mutter rühren auch mich an, aber ich denke, auch das muss und darf sein. Es ist zu hoffen, dass sie mir ihrem freundlichen, herzlichen Wesen entsprechende Resonanzen erfahren wird. NOCH hat sie die Möglichkeit, mit der Restkraft etwas ihrer Persönlichkeit zu zeigen. Solange sie loben kann wird sie Freundlichkeit ernten.

  2. Renate sagt:

    Verständlich die Tränen deiner Mutter und deine Sorgen. Ich weiß nicht wie lange eine Eingewöhnung dauert, oder ob es nur ein sich mit der Situation arrangieren bleibt. So wie ich es lese hat deine Mutter die Fähigkeit das Beste aus ihrer Lage zu machen.

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