21-06-03-CoTaBu-Kinderpsychiatrien + Feigenblatt Führungszeugnis

Gestern Abend hatte ich das Singen nicht im Kopf, bin auf ein Feierabendbier bei Michael abgestiegen. Ich musste auf ihn warten. Er hatte eine Nachbarin getroffen, bei der er vor Wochen geklingelt hat, weil infernalische Schreie aus dem Haus drangen; wie sich herausstellte: vom Sohn. Michael entschuldigte sich noch einmal dafür, ihr nahe getreten zu sein (was ich sehr mutig finde!); stattdessen dankte sie ihm ausdrücklich. Endlich sei der 12-Jährige in der Kinderpsychiatrie. Er habe im letzten Jahr derartige Störungen und Ängste entwickelt, dass er sich zuletzt bei ihr unter dem Bett verbarrikadiert habe und sich nicht mehr hervorholen ließ. Von Psychiatrien, wie kürzlich bei Ariane gehört, wurden sie lang abgewiesen. Solang einer nicht schon sprungbereit auf der Brücke stehe…. In der Öffentlichkeit bleiben diese katastrophalen Coronafolgen im Dunkeln; von überfüllten Kinderpsychiatrien höre ich nur über (halb-) private Kanäle. Sicher lag schon vorher etwas an, aber der Auslöser für die Eskalation war jetzt. Sonja im Hospiz berichtet von den blutenden, vom Waschen geschwollenen Händen ihrer Tochter. Im Kindergarten hieße es lakonisch, das hätten – wieviele? – 80% (?) der Kinder. Jedes Spielzeug wird nach Gebrauch desinfiziert, bevor es das nächste Kind bekommt. Täglich Fiebermessen; Abstriche. Ist es möglich, dass Kindergarten- wie Heimleitungen nach eigenem Ermessen eigene Zwänge zur Regel machen? – Gerade über Woelki gelesen. Kürzlich musste ich wieder im Vieraugenprinzip Helgas erweitertes Führungszeugnis einsehen. Ist es zu fassen?! Die Schänder und Vergewaltiger der Kirche wärmen sich, so sie noch nicht gestorben sind, weiter im Mutterschoß der Kirche, während wir den Ehrenamtlichen übereifrig zusetzen. Welch peinliches Feigenblatt!

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Es war zwar immer schon schwer, einen Platz in der stationären Kinderpsychiatrie zu bekommen, aber jetzt ist es fast unmöglich. Die Coronaschutzmaßnahmen verstärken die Probleme, die vorher noch durch stabile Strukturen tragbar waren. Hoffentlich kann dem Jungen geholfen werden.

  2. Renate sagt:

    Dieser Kindergarten scheint besonders streng zu sein. Das ist im Kindergarten meiner Enkel nicht so. Anscheinend machen wirklich alle ihre eigenen Regeln, wie in den Altersheimen. Dem armen Jungen kann hoffentlich geholfen werden. Woelki zum kotzen dieser Mann.

  3. Beate sagt:

    Der arme Junge, er ist so sehr in Not. ich habe vorhin einen Beitrag über den Rücktritt von Kardinal Marx gesehen, es ging darum, dass seit Langem ein strukturelles Problem in den katholischen Kirche besteht. Mit seinem Rücktritt habe er ein Erdbeben ausgelöst

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