21-06-17-CoTaBu-Versehentlicher Händedruck, ein Sohn + Eheleben
Heute war`s wieder gut und ich hatte einiges zu tun, nicht wild, aber doch intensive und ausgesprochen fruchtbare Telefonate. Eine besonders inspirierende Begegnung mit einem zauberhaften Sohn, der seine Mutter (mein Alter) wie seinen Augapfel hütet, ohne den Anschein einer pathologischen Nähe zu erwecken. Ein geistvolleres Gesprächsgegenüber habe ich lange nicht genossen. Wir gingen – wenn auch telefonisch – beseelt auseinander. Sonja wurde heute von ihrem Vater abgeholt. Ich weiß nicht, wie mir geschah: Wir haben uns intensiv die Hände geschüttelt, gleich ganz viel geredet. Mache mir Gedanken, ob ich distanzlos war, unangemessen nah und herzlich. Das hat er bei mir ausgelöst. Wie kam das überhaupt? Einfach passiert? Es war ja gegenseitig! – Aus dem Hospiz Schälchen, Tablett und hölzernen Brotteller leihweise mitgenommen; ein Päckchen von Bine. Sie durfte, weil ich mir etwas gewünscht habe. – Telefonat mit Dodo. Ich wollte ihr nur appen, dass ich nach einem Telefontag nicht abends noch telefonieren kann und bin dabei so ausgeufert, dass ich es ihr dann doch selber sagen wollte. Wer dann kein Ende fand war ich. So ein verheiratetes Leben muss schwer sein. Wie kann man da glücklich sein? Sie ist es ja auch nie und brennt für nichts, würde aber so gern. Da verlässt mich gleich der Mut bei unseren zaghaften Zukunftsplänen, die wir zumeist voreinander und vor uns selber verschweigen. Gibt es irgendwo ein Gegenbeispiel? Nicht „junges Glück“, sondern die vielen Jahre: Wie kann Lebendigkeit, Freiraum und ein jeweils eigenständiges Leben fortbestehen?
Die inspirierende Begegnung mit dem Sohn – davon hätte ich gerne noch mehr gelesen. Worüber habt ihr Euch unterhalten? Dein Geburtstag naht- Vorbereitungen auf der Zielgeraden..Verheiratetes Leben: Ein großes Thema
Hände schütteln verboten! Da brach etwas lange Gewohntes einfach durch. Mir gefällt das. Zum Thema verheiratetes Leben kann ich wenig sagen. Eure Voraussetzungen sind gewiss anders, als die deiner Freundin Dodo.
Du warst von dem Telefonat mit dem Sohn seelisch so geöffnet, dass die Begegnung mit Sonjas Vater, mit dem der Funke übersprang in beide Richtungen, so innig wurde. So etwas ist selten, ein Schatz.