21-06-20- CoTaBu-Seelisch, geistig und leiblich erfüllt: Traumgeburtstag

Ich fühle mich mich wie nach Nachtdienst oder Jetlag. Als wir das Gröbste in der Küche verräumt hatten war es 2:30. Um 1:00 hatten wir nochmal aufgetischt. Das Abendessen hatte sich inzwischen gesetzt, Alkohol wurde knapp: Zwischenstärkung vor der letzten Leserunde. Auch bei mitgebrachten Texten zeigen sich Persönlichkeit und die Themen, die bewegen! Die Auswahl birgt sogar Konfliktpotential, wie sich am Thema „Glück“ zeigte. Gestern früh um 8:00 zu Michael gegangen, um tagesaktuell Aufstriche und Suppe zu bereiten. Aufgeregt, vorfreudig, weil ich – spät im Leben – die Gestalt gefunden habe, die (zu) mir passt. Beate musste nach Dresden, so haben wir versucht, uns zeitlich so einzupassen, dass wir zu einem – mit Mayröcker zu reden – gemeinsamen Schlusspunkt kommen. Satzgirlanden in den Zweigen waren mein Ziel. Bei aller Sorge, auf „nur“ sechs reduziert zu sein, fand ich es eine prima Zahl, sodass wir wirklich miteinander zu tun hatten trotz schmerzlicher „Lücken“. Beate, Renate, Ariane, Heike R., Petra Sängerin. Übers Schreiben wird Unkomplettes komplett für mich. Alle haben sich aus meiner Sicht einander zugewandt, ließen ihre Schreibstimmen erklingen, es gab Berührung über phänomenal charakteristische Texte. Nachher doch noch Ausklang zu viert (Nikolaus aber war auf 1/2 3 bestellt und hatte sich die Stunden um die Ohren geschlagen); so konnte ich nachher gerade noch mein vergessenes Buch daheim holen und zum Grab radeln. Als ich mich auf den Liegestuhl sinken ließ und dachte, dass eigentlich alles schon genug war,  klingelten die beiden Abendgäste Gregor und Ines und blieben bis zwei Uhr. Schwimmen wollten sie dann doch nicht. Wir gehen normal mit den Hühnern ins Bett, können altersentsprechend nicht mehr so lang schlafen; also beim ersten Sonnenschein wach – nach vier Stunden. Um 7:30 Schwimmen gefahren in Erwartung der Gewitter, die ausbleiben. Ich bin erfüllt, noch aufgedreht, heute wie gerädert und insgesamt glücklich. – Soeben Unlust überwunden und fürs Hospiz den obligatorischen Kuchen ins Rohr geschoben.

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3 Kommentare

  1. Renate sagt:

    Ein Geburtstag wie er sein soll. Zu viel gegessen und getrunken, aus Büchern vorgelesen, Nachmittag Schreibfrauen, am Abend Literaturgäste, viel zu wenig Schlaf, aber glücklich. Ich fand unsere 6er Frauenrunde angenehm. Ines hätte aber noch gut Platz gehabt.

  2. Ines sagt:

    Dann hast du wirklich den ganzen Tag bis in die Morgenstunden gefeiert, das ist ja ein Ding. Nächstes Jahr will ich unbedingt wieder dabei sein.

  3. Beate sagt:

    Es war eine Feier wie sie gehört und wo sich alle wohl fühlen konnten: Leichtigkeit, gutes Essen, inspirierende Schreibimpulse. Schön, dass es mit Deinen späten Gästen noch eine Fortsetzung gab!

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