21-06-24-CoTaBu-Abstrichsgespräch- Putz- und Workshopvorbereitung

Gerade noch vor dem Regenguss nach Hause gekommen. Wie zerstochen ich auf einmal bin?! Da Ursula statt Samstag Abend morgen früh um 8:00 kommt hätte ich allerhand zu tun gehabt jetzt. Hab mich aber nicht überwunden. Morgen früh um 6:00? Dann werde ich bei Dasein den Schlüssel holen, während Ursula saubermacht. Samstag ganztags Workshop. Gott sei Dank habe ich das gerade noch gecheckt und komme nicht vorbereitet nur bis Mittag, das wäre was gewesen. Ganztags, wie konnte ich nur? Es sei der Wunsch der TeilnehmerInnen gewesen und ich hätte ausdrücklich zugestimmt. Letztes Mal habe ich mir von der 1/2tags-Gage direkt vier neue Gartenstühle für Michaels Garten gegönnt. Wofür mache ich das? Ist es so, wie ich es vor mir erkläre, dass ich vorbauen will für den Tag, an dem ich aus dem Hospiz rausgehe? Ein Standbein für später? Das Geld brauche ich ja nicht und mir sind solche Sachen zwischendurch auch anstrengend. – Ein erfüllter Arbeitstag liegt hinter mir. Die Früchte des gestrigen Gesprächs waren deutlich zu spüren. Eben einen Film über Sylt gesehen. Der Himmel, die Schafe, das würde mir schon gefallen. Was aber mit dem Wind, was mit diesen Menschenmassen? – Nach allen Seiten Gespräche über Freundschaft, Geselligkeit und Neigungen zu Exclusivität, Intimität und auch – kann ich sagen – Einfachheit? Heute beim Abstreichen erzählte mir die andere Heike von ihrer Hochzeit. Die Gästeliste bestand aus acht Personen – incl. Brautpaar. Sie sagte, würde sie nochmal heiraten, sie würde zu zweit gehen. Schon jahrelang beobachte ich mit Wohlgefallen, wie sie mit ihrer Familie fern aller Superlative lebt. Was befähigt jemanden dazu? Was macht das andere nötig? Wo liegt der Keim dafür, was uns wertvoll erscheint? Wie entstehen Wertigkeiten?

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3 Kommentare

  1. Beate sagt:

    Auf all diese Deine Fragen gibt es keine Antworten, schon gar keine allgemein gültigen. Heike brauchte keine große Hochzeitsgesellschaft, hat wahrscheinlich auch nicht viel Verwandtschaft, der sie sich verpflichtet fühlt. Bei den türkischen Familien, von denen Piilo erzählte, mussten es mehr als 200 Gäste sein. Bei all Deinen Fragen gilt wohl das gleiche wie bei Identitätsfragen: Jeder soll es so halten, wie es braucht.

  2. Ines sagt:

    Ich bin da nicht so eindeutig für einen Weg. Einerseits mag ich das Einfache und Intime, andererseits würde ich es traurig finden die Hochzeit alleine zu feiern, als hätte ich keine Freunde und keine Familie. Viel Glück beim Workshop morgen.

  3. Renate sagt:

    Wind ist immer an der Nordsee. Es gibt außer Sylt auch Inseln die nicht so überlaufen sind. Hochzeit mit 8 Personen oder mit 200? Das ist eine individuelle Entscheidung, oder auch von der jeweiligen Kultur bestimmt.

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