Ein freier Tag
Was heute richtig schön war: den Tag mit Yoga beginnen. Später auf der Schellingstraße im Café der Osteria zu sitzen, Cappuccino trinken und lesen, eine Stunde lang, bei Jonathan im Carta Puro vorbeischauen. Ansonsten die Dinge des Alltags erledigen, ohne Stress, ohne Zeitdruck. In dieser Woche habe ich viel vor: Mit Gabi feiern, zwei Mal Sommerfest im Karl Valentin Musäum und natürlich arbeiten, auch das, jeden Tag. Es ist so eigenartig, dass ich das sichere Gefühl des Abschieds von der Arbeit nicht los werde. Am Abend rief mich meine Freundin Barbara an und wir redeten lange darüber. Meine Pläne: Seniorenstudium, ein paar Stadtführungen, vielleicht auch im Karl Valentin Musäum Führungen machen (Sabine hat es mir schon etliche Male angeboten). Barbara, viel jünger als ich, hat ihr zweites Standbein, indem sie viel für die Hebbel- Gesellschaft schreibt, sie hat jetzt ihre Stunden des Broterwerbs auf eine halbe Stelle gekürzt. Mein „altes“ Berufsleben ist Corona bedingt ohnehin nicht fortführbar. Keine Auslandsreisen, keine größeren Schulveranstaltungen, die Ministerien dicht. Andererseits sind meine Alternativpläne auch an Menschenansammlungen geknüpft.
Während du vor Lust sprühst, all dieses Treiben, all diese Vorhaben!, bin ich davon schon etwas ermattet. Ein Blick ins Schwabing letzten Sonntag war für mich ein Albtraum. Was du dir für „hinterher“ vornimmst erinnert mich an Momente, in denen ich mir das auch vorstelle. Bei mir Tendenz Ehrenamt, neues Instrument und evtl. Litaraturvorlesungen.
Deine Pläne sind sehr ambitioniert und ich bin gespannt, was du davon umsetzen wirst. Etwas Zeit hast du ja noch. Ich habe mich gerade in letzter Zeit mit diesem Thema beschäftigt und merkte, dass ich noch keine Lust habe mich festzulegen.