21-07-30-CoTaBu-Binemarathon mit Feldafing + Jakobs Dampfnudeln

Gerade habe ich Bine, die ihre Schlüssel im Auto vergessen hat, nach einem 12-Stunden Tag zum Auto gebracht. Als der Himmel schwarz und gelb wurde musste ich sie darauf aufmerksam machen, dass sie sich jetzt sputen sollte. Trotzdem sind wir in Platzregen und Donnerknall geraten. Wer konnte wissen, dass es gleich vorbei sein würde? Wieder war statt Starkregen und Hagel der schönste Sommertag. Heute kam Bine frühmorgens zum Frühstück zu dritt. Danach wollten wir zum Maisi; sind dann aber doch in Feldafing gelandet auf den Spuren unserer Kindheit. Auto am Bahnhof abgestellt, in beide Kirchen gegangen, an allem, was früher Laden war uns erinnert, was es dort gab. Ich habe Bine dann ins Strandbad Schwimmen geschickt; vorher den Weg durch den Wald genommen, den ich einen Sommer lang täglich mit Gertrud Ebel gegangen bin (war Dodo verreist??), zwei Jungs aus dem Internat „Greite“ uns auf den Fersen; ein Sommer, der die Schwelle zwischen „Volksschule“ und Gymnasium, aber auch zwischen Kindheit und erster Jugend – 10-jährig – erste Zigartetten schmauchend, flirtend, vorpubertär, markierte. Ich bin dann den weiten, steilen Weg über den Golfplatz, vorbei an unserer herrschaftlichen Wohnstatt zum Bahnhof gegangen, um das Auto und dann Bine abzuholen: Jakob wollte (herrliche!!) Dampfnudeln machen, hinterher einen Freund treffen und so hatte ich es genauso einfädelt, dass jeder auf seine Weise unter Zeitdruck geriet. Bine stieg noch bei einem Silber- und Goldankauf aus, weihte die Händler in sämtliche Ambivalenzen, Skrupel, Neben- und Hintergedanken ein und stieß letztlich gottlob das gute Familienstück ab. Insgesamt ein schöner Tag, aber ein Marathon – gibt es schließlich keinen Tag, den ich von früh bis spät teilen würde, nicht mal mit Michael. Bei uns gäbe es mindestens zwischendurch ein Nickerchen. – Die letzten Arbeitstage habe ich übrigens aufgeräumt vor lauter Langeweile. Es sieht in meinem Büro aus wie noch nie. Renate würde es inzwischen kaum wiedererkennen. Aber gestern ist lang, lang her.

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2 Antworten

  1. Beate sagt:

    ich konnte mir Deine Wanderung durch Feldafing und die Kindheit gut vorstellen, sehe dich mit den „goldenen“ Haaren den Weg lang laufen. Ungefähr zwei Jahre später lernten wir uns kennen..Grüß die Bine bitte von mir!

  2. Ines sagt:

    Es würde mir gefallen, die Orte deiner Kindheit/Jugend anzusehen. Dabei fällt mir auf, dass ich gar nicht weiß, wann und warum ihr aus Feldafing weggezogen seid. Mit Bine scheint es ja ganz friedlich zu sein.

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