21-08-30-CoTaBu-Japan: Traum von Sprachkurs, Tee+Tod eines Lebemanns
Im Traum wieder das Thema „Unvorbereitetsein“: Erst beim zweiten Japanischkurstag (im Stuhlkreis) fällt mir ein, dass ich gar nicht Japanisch kann. Es war bisher nicht aufgefallen! Eher reiche ich kleine Gegenstände wie Puzzles herum, weise in alles Mögliche ein. Ein Mann erscheint in Not und steht unter dem Loch einer Wolke in gleißendes Licht getaucht; in seinem Angesicht wird mir plötzlich bewusst, dass ich keine Japanischlehrerin bin. Die Kinder spielen auch eine Rolle, meine „Kleinen“. – Heute um 10:00 wach geworden! Blick zum Himmel ernüchternd. Bine hatte mir wegen der Steuer für Augsburg geschrieben bzw. mich angerufen; ich bin froh, wie sie sich kümmert. Dann wollte ich mal einen Punkt von meiner ToDoListe angehen, auch wenn ich es peinlich finde wegen der Mentalität, die dahinter steckt (wieviel kriege ich, wenn….): Anruf bei der Rentenversicherung. Nach endloser Warteschleife (wie schonmal) aus der Leitung geflogen; infolgedessen – unbehaglich – mein Anliegen per Mail geschickt. Wenn sie schon keine Zeit haben, ans Telefon zu gehen…. Persönliche Termine werden nur im Notfall vergeben, schade. Um so einiges drücke ich mich. Kaum etwas habe ich bisher vollbracht, weder das Nötige, schon gar nicht das Unangenehme und kaum das „Schöne“ wie vorgenommene Ausflüge. In meinen Emails Nachricht unseres Ausbildungsinstituts für Systemische Therapie: Unser Supervisor Tobias von der Recke ist letzte Woche – 63-jährig – beim Schwimmen im Ammersee verstorben, zwei Wochen, nachdem er seinen Vater bestattet hat; wohl mitten aus dem Leben heraus. Das berührt. Wir müssen alle jederzeit bereitstehen – wiewenig ist uns das bewusst! – Momentan immer wieder Margot: kürzlich per Fahrrad. Gestern hat sie geappt. Später fiel mir ihr japanisches Teebüchlein in die Hände. Vor Jahren hat es mich nicht interessiert; auf einmal kommen ihre Tässchen und dieses Kleinod zum Einsatz. – Soeben ziehe ich mir auf Youtube das gestrige Triell rein.
Oh Heike, ich habe heute auch bis 10.00h geschlafen! Das beste bei dem Wetter! Ines dachte schon, es könnte mir schlecht gehen. Der Tod euers Supervisors: Ja es kann jederzeit vorbei sein mir dem Leben, beim Schwimmen davon überrascht werden, ist ein starkes Bild, das sich gleich vor meinem inneren Auge auftat.
Die Antwort der Rentenversicherung kommt, nur etwas Geduld brauchst du. Zumindest habe ich auf meine mail, die ich vor nicht allzu langer Zeit verschickt habe, einen Brief bekommen. Was an der Frage peinlich ist kann ich nicht verstehen, immerhin hast du die Hälfte der Beiträge einbezahlt. In Coronazeiten scheint es unmöglich jemand ans Telefon zu bekommen. Ging vor dieser Zeit ganz einfach. Geht online auch nichts?
Der Tod von Tobias hat mich auch getroffen. Dass es beim Baden im schönen Ammersee passiert ist, zeigt zumindest, dass er eine schöne Zeit hatte, die Baden im See möglich machte. Mir scheint, dass die Glückseligkeit des Nichts-Tuns dich verlassen hat und die Todo Listen bei dir Einzug gehalten haben.