Urlaubsgeschichten und Verlobung
In der Nacht hat es unglaublich viel geschüttet. Heute ist die Natur blitzsauber und die Sonne zeigt sich immer wieder zwischen den Wolken. Der gestrige erste Urlaubstag war gut. Morgens zum Markt in Treporti geradelt (Räder haben Hubert und ich dabei, die Mädels haben welche geliehen). Frisches Obst und Gemüse gekauft. Erstaunlicherweise ist es hier trotz Nachsaison voll mit deutschen Rentnern und Familien, die alle Rad fahren, so dass es fast wie in München im Sommer zuging. Mittags kam der Regen, so dass wir guten Gewissens am Wohnwagen lesend und essend und schlafend die Zeit zubringen konnten. Nachmittags 2 Stunden Strandspaziergang und Abend Pasta mit Gemüse-Tomatensoße und Salat gekocht. Luisa zieht ihren Veganismus konsequent durch, Amrei greift ab und zu nach Schinken. Nach dem Abendessen kam eine befreundete Familie zu Besuch, die auch seit 20 Jahren regelmäßig hierher fahren. Die Töchter sind schon 29 und 26. Beide haben eigentlich Beruf und Partner, leben in Innsbruck und Gießen und fahren trotzdem mit ihren Eltern alleine hierher aus Traditionsgründen. Die jüngere war früher immer total schlank bis untergewichtig, sah gestern ziemlich schrecklich aus und hatte zudem extrem zugenommen. Ich glaube sie nimmt Neuroleptika. Natürlich geht es nicht in der großen Gruppe nach Persönlichem zu fragen, so blieb vieles gestern unausgesprochen. Jetzt liege ich am Strand auf einer Sonnenliege und genieße den Blick aufs Meer und das Rauschen. Ach ja, gestern hat Maja mich aus dem Urlaub in Spanien angerufen und bestätigte, dass ihr Freund ihr einen Heiratsantrag gemacht hat, mit Verlobungsring. Ich freu mich sehr.
Bei deiner Überschrift dachte ich, du hättest dich „verlobt“. Die Zeiten ändern sich und alles kommt wieder, auch alte Traditionen, die wir für überholt gehalten haben. Ich freue mich für dich, dass du dich darüber so freuen kannst. Das Strandfoto lässt nicht vermuten, dass es dort zugeht wie auf dem Stachus. Ich muss dich also nicht beneiden.
Gratulation zur Verlobung von Maja! Das ist eine besondere Freude, auch für uns Mütter. Der Regen hat sicher auch viele Leute vertrieben! Aber im Wohnwagen an einem verregneten Tag lesen, das stelle ich mir sehr gemütlich vor!
Rentner und Familien ohne, mit kleinen oder erwachsenen Kindern haben das Glück in der Nebensaison verreisen zu können. Seit 20 Jahren an den selben Ort zu fahren ist wie heimkommen.