21-09-24-CoTaBu- Administration ohne Ende und Simons Geburtstag
Gegen 6:00 saß ich, noch im Dunkeln, an der Administration. Riesenliste angefertigt, wen ich alles v.a. über die Ablegung des Doppelnamens informieren muss. Tatsächlich hatte sich die Krankenkasse einmal von mir überreden lassen, nur noch Forster zu führen. Nach Jahren im Hospiz weiß ich längst, welch heilloses Chaos entstehen würde. Wenn Namen auf Ausweis und KK-Karte differieren…man würde mich kaum unter die Erde bringen. Ob ich Michael, mit seiner Privatversicherung „angeschissen“ seit Jahren, mitversichern darf muss geprüft werden. Wenn ich das höre sehe ich schwarz. Ich bekomme schon erste Glückwünsche auf meine Behördenmails. Arg aber stellt sich Wealth-Cup mit dieser verbrecherischen Anlage an, die sie damals meiner Mutter, in Augsburg auch Lollo, beiden weit über 80-jährig, angedreht hatten: von 10.000 USD bekomme ich nach Kündigung (vor über einem Jahr) gerade noch 2000€ zurück. Sie aber verlangen jetzt Gott weiß was, v.a. auch den neuen Ausweis, den ich erst beantragen muss (Termin nächsten Dienstag). Ich hatte übrigens Sr. Therese diese Woche eingeweiht. Sie hat bei beidem geweint. Über meine Hochzeit vor Freude und über mein Weggehen zum nächsten September aus Traurigkeit. Beides schien glaubwürdig, vielleicht auch dem Umstand geschuldet, dass sie in der 50-ern ist und die Wechseljahre uns die Tränen leichter in die Augen treiben. Übrigens bekomme ich für die Heirat keinen Tag frei. Nur kirchlich zählt bei der Caritas – grotesk; ich würde mich schämen für solche Regeln. Jetzt bin ich frei für die Tage. Ich will zwar noch Fotos machen für den Ausweisantrag, bei der Gelegenheit ein neues Rücklicht bei Dr. Bike. Dann ans Grab. Irgendwie hatte ich den Impuls, Beates Blumenkranz mitzubringen für uns alle, die Lebenden und die Toten. Michael aber schlägt vor, ihn an die Tür zu hängen, das ist wirklich schön! Und ja, es ist ein anderes, neues Bewusstsein. Es fühlt sich warm an, findet „mein Mann“.
Da treibt es mir auch gleich die Tränen in die Augen, wenn du von „mein Mann“ schreibst. Wenn Michael bei dir mit krankenversichert werden könnte, wäre das ein großes Glück und eine echte Ersparnis. Das Administrative ist trotz Digitalisierung immer noch aufwändig und dauert. Bald ist es geschafft. Und tatsächlich eine betrügerische Frechheit, diese Anlage bei Wealth-Cup.
Caritas ist einfach ein ehrbarer Verein. Ich habe mir über deinen Doppelnamen nie Gedanken gemacht, der dir jetzt jede Menge bürokratischen Aufwand bringt. Gut, dass es Computer gibt für die ganzen Schreibereien. Ich hoffe dass es klappt mit der Versicherung von Michael. Privatversicherung kostet ein Vermögen.
Ich kriege von überall wieder eigene Blätter zum Ausfüllen, es geht mitnichten per Email oder einfachen Briefen. Und nein, in unserem Alltag hat der Doppelname keinerlei Rolle gespielt. Das tut er überall, wo`s offiziell wird und dann schallt er schlimmstenfalls auch durch Lautsprecher.