21-10-13-CoTaBu-Boosterimpfungen + knapp am bored-out-Syndrom

Was hatte ich für einen öden Tag! Im Prinzip eine gute Voraussetzung dafür, die Stellung ganz allein zu halten mit Blick auf Ein- und Ausgang (niemand schleicht sich so blödsinnig an wie unser Seelsorger, den wir einfach nicht loswerden). Hin und wieder Telefon, darunter auch falsch Verbundene. Wenig bis nichts zu tun. Einmal kündigte sich Professor Schlemmer mit einer Patientin an, die es nicht mehr erwarten konnte, morgen mit ihrem Mann zu kommen. Sie weinte vor Glück, dass sie am Montag rüberziehen darf, als ich das vorsichtig in den Raum stellte. Schreckliche Szenen hatten sich schon mit den 14- und 17-jährigen Söhnen abgespielt. Jetzt ist sie erleichtert, in Sicherheit zu kommen. So schön, liebenswürdig und tiefsinnig und so gezeichnet schon. Christine hatte mir vermittelt, dass am WE die Pflegenden im Spätdienst zu zweit sind, was gar nicht geht. Ob Ehrenamtliche einspringen können. Ich konnte den Samstag und Sonntag Abend besetzen. Als ich aber Felix, einen soooo lieben Pfleger, herumschleichen sah, ihm mein Leid klagte, sagte er, er wisse heute auch nichts mit sich anzufangen. Offenbar kaum ein Patient, der was braucht. So habe ich mit Renate zwanzigmal gewhatsappt, die aus dem Krankenlager jederzeit kontaktbereit reagierte. Neben dieser fröhlichen Ablenkung und einer kleinen Aufgabe, die sie mir übertrug (nämlich die Boosterimpfwilligen morgen ans Krankenhaus zu melden und dafür noch ein paar Geburtsdaten einzusammeln), habe ich mich schonmal mit Architektur beschäftigt. Undenkbar jahrelang, eine Nebenbeschäftigung untertags einzugehen! Jetzt ballen sich schwere Regenwolken zusammen, es dunkelt, gleich kommt Kulturzeit (ich kann`s zwar bald nicht mehr aushalten, aber manches ist brauchbar, z.B. über die Klangarchitektur! – der Isarphilharmonie; BLOß NICHT ARIANE BINDER!). – Morgen fährt Fabian nach Zürich, Jakob für einige Tage nach Rotterdam.

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4 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Eigenartig, dass so wenig Anmeldungen kommen. Woran mag das liegen. Kannst du die Zeit nicht nutzen, um deinen Schreibtisch und deinen Arbeitsraum aufzuräumen oder ist da alles pikobello?

    • Heike sagt:

      Anmeldungen kommen ohne Ende, aber wir können nicht aufnehmen (und gerade, wenn es näher rückt, bedeutet das viele intensive Telefonate!). Die Vormerkung ist nur eine kurze Bestandaufnahme.

  2. Beate sagt:

    An so langweiligen Tagen mag die Zeit nicht vergehen. ich kann das auch nicht gut leiden.

  3. Renate sagt:

    Deine Wohnung gehört also bald wieder dir. Ich hätte gerne die Langeweile mit dir geteilt. Da wird sich Sonja freuen wenn am Montag aufgenommen wird.

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