Montag, Dienstag, Mittwoch
Zunächst noch ein Nachtrag von Montag und Dienstag. Montag war meine erste Stunde Volkshochschulkurs in Hadern. Er nennt sich Line Dance und wird von einem für meine Begriffe sehr steifen älteren Herrn geleitet, dessen dünne lange Beine in Jeans steckten mit rot-weiß kariertem Hemd. Aber immerhin hat er bei einer deutschen Meisterschaft schon mal den 2. Platz geholt. Der Kurs findet in einem recht schäbigen Kellerraum statt. Mit mir waren 8 Frauen, zumeist älter,da. Es kam mir zwischendurch wie Rehasport vor, einige Frauen waren derart unbegabt, sich die einfachsten Tanzschritte zu merken, dass es etwas komisch war. Ich könnte mir vorstellen, sie geben im Laufe des Kurses auf. Wir haben 3 Choreographien gelernt und zu recht fetziger Popmusik getanzt. Für mich ist der Zweck erfüllt, mich am Abend noch mal etwas zu bewegen. Das Gute am Lernen von Tänzen ist, dass du dich wirklich darauf konzentrieren musst und dadurch der Kopf von anderen Sachen befreit ist. Das war Montag.. Am Dienstag waren Hubert und ich im neuen James Bond. Das Gute an den Coronaschutzmaßnahmen ist, dass im Kino kein Fremder neben, vor oder hinter dir sitzt. Für mich eine Wohltat, die immer darunter leidet, dass entweder jemand Großes vor mir sitzt oder jemand von hinten an meinen Sitz donnert. Der Film war so wie ich ihn mir vorgestellt hatte, viel Action, viel Schießen, auch Emotionen waren dabei. Was mir gestört hat, dass die Freundin und große Liebe mindestens 20 Jahre jünger als Bond ist. Sie hätte locker seine Tochter sein können. Je älter ich werde, desto mehr stört mich so etwas. Wir waren spät daheim, gleich ins Bett und, anders als Beate, gut geschlafen. Heute dann Yoga wieder im Studio mit den üblichen Einschränkungen durch meine Gelenkschmerzen. Zum Glück war heute dann auch der Termin bei der Orthopädin. Ich hatte eine weibliche Ärztin gewählt, ohne eine Empfehlung. Gemeinschaftspraxis in der Sendlinger Straße. Sie war aber klasse, hat sich alles angehört und mich sowohl mit Ultraschall als auch mit Anfassen und Bewegen und schließlich noch mit Röntgen untersucht. Jede meiner Beschwerden fand eine Korrelation in den Befunden, die sie erhoben hat. Die rechte Hüfte wird nun mit Hyaluronspritzen behandelt, heute war die erst von 5. Wegen der linken Hüfte mit Verdacht auf Läsion der Hüftlippe muss ich ins MRT. Und die Schulterprobleme werde erst mal mit Medikamenten behandelt. Dazu Empfehlung spezieller Nahrungsergänzungsmittel. Ich hoffe, dieses Konglomerat hilft dann auch, aber ich bin schon sehr motiviert, das jetzt anzugehen, will unbedingt wieder ohne Schmerzen länger gehen können. Am Röntgenbild konnte man auch sehen, dass ich (schon von Haus) aus eine Hüftdysplasie habe, deswegen bin ich so überbeweglich in den Hüften und auch anfälliger für Hüftleiden. Alles, was sonst heute war unterschied sich nicht von den sonstigen Mittwochen: Einkauf, Kochen, Telefonieren, Wäsche, mit Hubert Abend essen und Tagesschau. Heute werde ich früh ins Bett gehen.
Linedance ist nicht so einfach, vor allem wenn ständig neue Schrittfolgen dazukommen. Sich die zu merken erfordert, wie du schreibst, Konzentration. Einen guten Orthopäden, der sich Zeit nimmt, suche ich auch.
Ich finde gut, wenn auch nicht erleichternd, dass sich Erklärungen und Lösungsansätze für deine Beschwerden gefunden haben. Den bocksteifen Tanzlehrer mit dem ältlichen Frauenclub dagegen finde ich etwas abstoßend, aber wie du schreibst, es erfüllt seinen Zweck.