Pascale, Ausflüge und Mama

Meine Schulfreundin Pascale, genannt Passi, macht derzeit am Tegernsee eine Reha, nachdem die eine Bandscheibenoperation hatte. Der Operateur war, nebenbei erwähnt, Christoph, meine große Liebe zu Jugendzeiten und späterer Geliebter. Da Hubert und ich dieses Wochenende eh am Schliersee verbringen wollten, haben wir sie gestern aus Bad Wiessee abgeholt und mit ihr den Tag verbracht. Zunächst eine Wanderung mit Zwischenstopp beim Tegernseer Bräustüberl, wo wir draußen im stark belebten Biergartenbereich eine Mittagsmahlzeit hatten. Dann noch mal wandern und schließlich mit ihr zum Schliersee-Haus gefahren. Kaffee und Kuchen, später noch ein Glas Weißwein. Dann haben wir sie zurück in ihre „Anstalt“ gefahren. Das war ein schöner Tag. Ich finde es immer wieder überraschend, wie wenig sie sich verändert hat seit der Schulzeit. Die Intensität, mit der sie spricht, die Gestik und Mimik, das alles ist genauso wie vor 45 Jahren, als wir uns kennen lernten. Hubert mag sie auch. Die beiden haben manchmal eine ähnliche Ausdrucksweise, weil sie beide Juristen sind. Pascale ist Richterin und lebt seit knapp 2 Jahren in Berlin, fühlt sich aber nicht wohl, obwohl sie als Referendarin schon dort gelebt hat und sich bewusst für Berlin beworben hat, um ein neues Leben anzufangen. Von Bochum, wo sie mit ihrem Exfreund gelebt hat, wollte sie weg nach der Trennung. Jetzt fehlt ihr Bochum und die Mentalität der Menschen, sowie das Gericht in Düsseldorf, bei dem sie lange Richterin war. Heute nochmal sportlich aktiv gewesen. Nach dem Frühstück aufs E-Bike und durch Oberbayern geheizt. Spitzingsee, Valepp, Tegernsee und zurück. 55 km Strecke. Noch die letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse genossen und gleich kochen wir. Getrübt wird die gute Stimmung vom Zustand meiner Mama. Ich habe für nächstes Wochenende wieder den Zug nach Bielefeld gebucht. Am Dienstag kommt das Palliativteam zu ihr ins Heim und stellt sich vor.

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6 Antworten

  1. Renate sagt:

    Den schönen Tag heute habt ihr gut genutzt. Was du von deiner Freundin über Gestik und Mimik schreibst, dem kann ich nur zustimmen. Ich stelle das bei meinen ältesten Freundinnen, die ich über 50 Jahre kenne auch fest.

  2. Beate sagt:

    Kannst Du Passi bitte bei Gelegenheit fragen, ob ihr die Reha am Tegernsee geholfen hat? Ich habe von einer Kollegin, die dort war, nur das Beste gehört und würde die Klinik gerne meiner Freundin Susanne empfehlen, die eine Hüftoperation vor sich hat. Apropos Susanne: auch sie begleitet mich seit Jahrzehnten. Kann Dir nur darin zustimmen, dass da die Vertrautheit eine besondere Qualität hat. 55km geradelt – wie sportlich!

  3. Ines sagt:

    Die Rehaklinik heißt Jägerwinkel und ist eine etwas angestaubte, gediegene, alteingesessene Privatklinik. Ich werde Pascale in 2 Wochen noch mal sehen und sie nach den Behandlungen fragen.

  4. Heike sagt:

    Kennt Pascal Christoph durch dich oder durch die Schule? Oder wurde sie von ihm operiert, ohne dass ihr Details bekannt sind? Ich hatte ihn mir als Neurochirurgen am Kopf vorgestellt, das war wohl ein Irrtum. Ich habe kürzlich komischerweise an ihn gedacht. – Schön, diese alte Freundin zu haben, auch wenn ich mir das schwerlich mit Mann im Gefolge vorstellen kann, wie umgänglich er auch sein mag.

    • Ines sagt:

      Neurochirurgen operieren am Gehirn und an der Wirbelsäule. Christoph kam in der 11. Klasse in unseren Jahrgang. Pascale kannte ihn aber schon vorher, weil seine Eltern mit ihren befreundet sind.

  5. Heike sagt:

    Pascale natürlich….

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