21-11-17-CoTaBu-Wir sind wieder soweit – alles dreht sich um Corona

Wer hätte geglaubt, dass unser Coronatagebuch nochmal sosehr zu seinem Ursprung kommt? Abends schickte mir Sonja ein Bild vom Eingang des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder: Besuchsverbot zum Schutz unserer PatientInnen! Während Besucher bei uns immer noch manchmal zu zweit kommen, stundenlang, eine Ehefrau schon zum zweitenmal mit der Reisetasche, um zu übernachten, ob es inzwischen (endlich) geklärt ist…Der Mann NICHT sterbend, natürlich hätte er es gern und wer ersehnte es nicht! – da meldet sich bei mir die Gerechtigkeit, müsste es dann nicht so sein, dass dasgleiche Recht allen gebührt? Wieder erstmals nach langer Zeit eine kurz aufbrausende Diskussion in der Übergabe: die 100%ige, die immer nach Weisungen „von oberster Stelle“, Maske bei Riesenabstand, Fenster auf verlangt, eine andere, die bei Eiseskälte die Fenster schließen wollte, (eine Zerreißprobe, wohlweislich, dass auch in unseren Reihen vereinzelt ImpfgegnerInnen sitzen). Gestern habe ich mir Plasberg nochmal angeguckt, wollte die Philosophin mit ihrem Demokratieverständnis genau unter die Lupe nehmen. Michael musste seine Mutter zum Boostern bringen, im Heim wird nicht mehr geimpft. Es war schwierig, eine Praxis zu finden, Termin um 18:00, da schläft Anni normalerweise schon. Dafür braucht er neuerdings wieder einen Test, mühsame Suche. Wohin er bisher gegangen ist, geschlossen. In der Gerner Apotheke bieten sie Testung an. Der dafür abgestellte Mann bohrte so tief und brutal in der hinteren Nase, dass Michael, der ja schon hunderte Testungen hinter sich hat, nicht wieder hingehen will. Die Bescheinigungen für unsere ungeimpften MitarbeiterInnen zur Kostenerstattung von PCR-Tests: gelten nur an zwei Stellen in München, wo dann achzig Menschen in der Kälte Schlange stehen. V.a. erfährt man das erst vor Ort und muss 69€ aus der Tasche zaubern. Was sagt uns Besuchsverbot, egal wieviele Gs und wie frisch getestet? Ist es nicht dem Lockdown vergleichbar? Nicht zu Hause, sondern draußen bleiben?

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Wer hätte das gedacht, dass uns dieser schlimme Virus noch mal so einholt. Es müsste viel einfacher sein, die Boostermpfung zu bekommen als diese umständliche Vorgehensweise, von der du bzgl. Michael und Anni berichtest. Wieso wird nicht im Heim geimpft. Unverständlich.

  2. Renate sagt:

    Das ist unmöglich dass die Mutter von Michael nicht im Heim geimpft wurde. Haben die keinen Arzt der für die BewohnerInnen zuständig ist? Auch diese PCR Praxis, mit nur zwei Stellen in München. Das dieses Virus nochmal so zuschlägt haben Drosten und andere Virologen bereits im Spätsommer vorhergesagt. Über Drosten wurde eine Hasswelle ausgegossen. Holetschek aber meint duese Entwicklung war nicht vorherzusehen.

  3. Beate sagt:

    die große Impfkampagne steht erst am Anfang, es wird gerade wieder alles hochgefahren. Aber dass Anni , und sie steht sicher für viele alte Leute, nicht problemlos einen Impftermin bekommt, ist empörend.

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