21-12-22-CoTaBu-Rotterdam bei Lockdown, mein Ausstiegsplan, Kündigungsgrund Therese + Friedhofsspaziergang

Letzter Eintrag vor Weihnachten, ab morgen Whatsapp. Mit meinem letzten Handy hatte ich mir gleich noch ein Tablet bestellt. Seitdem liegt es. Vermutlich die ideale Reiseausrüstung. Keine Ahnung, welche Zugangscodes dafür nötig sind. Morgen früh nehme ich mein Gepäck mit ins Hospiz, von wo mich Michi und Jakob abholen werden: Zwischenübernachtung Worms. Bloß nicht am Heiligen Abend irgendwo feststecken, während wir erwartet werden; nur noch Reststrecke fahren und vielleicht sogar noch ein Mittagsschläfchen schaffen. Wir bleiben nur wenige Tage bei hartem Lockdown. Annas erweiterte Sippschaft will am 25. oder 26. zusammenkommen. Das sollten wir nicht riskieren. Bis zu vier Besucher DÜRFEN – wir müssen das nicht sprengen. – Heute in der Übergabe meinen Ausstiegsplan mitgeteilt. Erst habe ich Gregor das ok gegeben, dann mit Gesten gezeigt, heute bitte doch nicht; dann sprach er von seinem Halbjahresgespräch, von Pater Johannes, der nach einem Sturz (nachdem wir ihn schon seit 15 Jahren für „drüber“ halten), endlich in ein Altenheim geht (nachdem er im Gottesdienst während der Wandlung mal wieder umgestürzt war). Dann wollte ich doch. Es hat mich brutal zerlegt, ich hatte gespürt, wie es sich zusammenbraut – ich habe die Hände vor die Augen geschlagen. Es gab sehr liebe, betroffene Reaktionen, ich hatte nicht den Eindruck, es sei irgendwem wurscht. – Deichmanns haben tagelang auf den Christbaum gewartet. Heute war es endlich soweit. Sie haben das Foyer festlich geschmückt. Die Krippe stand schon seit Montag. – Heute vertrauliches Telefonat mit Bettina P., einer Kollegin aus dem Ambulanten Hospiz. Anders als ich dachte haben sie diegleichen Probleme mit Schwester Therese und waren schon drauf und dran, alle auf einmal zu kündigen. Es muss unerträglich mit ihr sein. – Gestern Friedhofsspaziergang mit Trauernden, eine kleine Gruppe, wunderschön. Sie alle suchen jetzt vergeblich nach Angeboten und waren sehr empfänglich. Die Textauswahl ganz auf sie abgestimmt. Heilige Hölzer. Gespräche.

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3 Antworten

  1. Renate sagt:

    Habt ihr euch doch für eine Übernachtung entschieden. Rotterdam in einem Rutsch wäre auch zuviel. Anders als du gemutmaßt hast gab es auf deine Ankündigung doch Betroffenheit. Mir war das klar und das habe ich dir auch gesagt.
    Pater Johannes im Altersheim, dass wird schwer für ihn sein.

  2. Ines sagt:

    Gut, dass du es dann doch gesagt hast und die Gruppe betroffen war und dir die Betroffenheit zeigen konnte. Harter Lockdown in Holland, haben dann Hotels geöffnet? Oder wo wird übernachtet? Ich schreibe ja immer vom Handy aus in den Blog, brauche kein Tablet für unterwegs. Wenn du morgen von der Arbeit aus direkt fährst, bekommst du meine Karte gar nicht mehr, habe sie heute eingeworfen.

  3. Beate sagt:

    das mit der Karte gilt auch für mich. Ich war vorhin zwar am Hausbriefkasten, aber ich bin nicht vor die Tür gegangen. Alles Gute für Euere Fahrt nach Rotterdam! Das erste Mal kein Weihnachtsfest daheim! Gut, dass Du Deinen Ausstieg angekündigt hast. Das war sicher ein stimmiger Anlass! ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemanden geben könnte, dem Dein Weggang egal ist.

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