Voll und erschöpft nach Frankfurt-Tag

Krank bin ich zum Glück nicht geworden, aber auch heute Abend fühl ich einen Anflug von Halsweh und körperlichem Unwohlsein. Der Tag war dennoch sehr schön. Morgens nach dem Frühstück gleich in die Modersohn-Becker Ausstellung gegangen, die ausgesprochen lohnenswert war. Sie ist schon im Alter von 31 Jahren gestorben, wenige Wochen nachdem sie ihr erstes Kind geboren hat. Umso erstaunlicher ist ihr großes Werk, das sie hinterlassen hat. In meinen Status von Whatsapp hab ich ein paar Bilder eingestellt. Danach sind wir in Richtung Huberts Elternhaus spaziert, an seinen Schulen vorbei gekommen und seine früheren Plätze angeschaut. Sein Vater war ja Geschäftsführer der großen Frankfurter Henninger Brauerei, die damals sehr florierte. Das schöne Wohnhaus in Sachsenhausen auf dem Grundstück der Brauerei ist heute unbewohnt und verwahrlost. Sehr schade. Mittags an einem Stand in der kleinen Markhalle einen vegetarischen Mittagssnack verspeist und dann mit der U-Bahn zu Huberts Tante gefahren, wo wir mit der alten, aber sehr lustigen und fitten Dame von 82 Jahren Kaffee tranken und Krapfen aßen. Huberts Cousin mit Frau kamen später noch dazu. In dieser Konstellation waren wir am Abend nach einer Ausruhpause im Hotel dann auch im Restaurant. Wieder hab ich ein Gericht mit Frankfurter grüner Soße bestellt, die gibt es hier zu allen möglichen Essen dazu. Die Gespräche waren kurzweilig und nicht banal. Dennoch zieht es mich irgendwann nach Hause, in unserem Fall ins Hotel und ins Bett. War ein anstrengender Tag. Außerdem bin ich voll gefuttert seit Tagen und bräuchte mal wieder Essenspausen.

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Dieser Tag klingt unglaublich abwechslungsreich! Wenn sich dein Missbefindensanflug nur nicht auswächst! Du kaufst ja nicht gern Bücher. Also empfehle ich dir, nächstes Mal die ausgesprochen lesenswerte Paula M.-B. Biografie bei mir auszuleihen – angenehm zu lesen. Daher „kenne“ ich sie sozusagen gut…hatte erst nach der Lektüre Zugang zu ihren Bildern (im Kunstbau).

  2. Beate sagt:

    ich freue mich nach Deinen Zeilen schon sehr darauf, dass ich mir die Ausstellung auch bald anschauen kann! So viel hast Du unternommen, immer wieder gab es Essen, klar, das ist auch anstrengend und verlangt eine Pause

  3. Renate sagt:

    Ich habe mir im Internet gerade Bilder von Modersohn-Becker angeschaut und deine im Status bereuts gestern. Es gibt auf Wikipedia viel über sie zu lesen. Dein Tag, gefüllt mit Begegnungen und viel Frankfurter Soße, klang anstrengend gut.

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