22-01-08-CoTaBu-Ferienende dräut herauf + Reinfall „Sehnsucht Japan“

Ereignisarmer Tag in Vorbereitung auf Ursula. Ich erwache mit unbehaglichem Vorgefühl auf meinen Arbeitsanfang; rechne im Geiste, wieviele Tage noch… Thereses „Dank für meine ehrliche Nachricht“ auf das, was Michael ihre „Hinrichtung“ meinerseits nannte, mit der Ankündigung, dass wir uns bald zusammensetzen sollten, habe ich ignoriert. Am Montag muss ich mich dazu positionieren. Mein Abgesang wäre leichter, wenn er nicht von diesen Umständen begleitet wäre. Oder auch schwerer, weil die Ablösung noch schmerzlicher wäre. Gregor bot Telefonat an; ich musste abdanken, keine Lust. – Ich habe – spektakulär wie Fensterputzen, aber weniger anstrengend –  Besteckschubladen ausgeputzt und aufgeräumt. Lesen geht nicht gut, weil ich sorgenvoll abschweife. Am Montag habe ich eine Supervision. Bei Herrn Loth wird das kein strukturiertes Vorgehen. Zu ihm gehe ich aus dem guten Grund, mein Unbewusstes mit dem höheren Selbst zu verbinden. Dort findet nichts „Vernünftiges“ statt. Es wird eher mein ES angesprochen. Das passt mir gut. Als Ursula kam bin ich mit Michael nochmal ins Museum fünf Kontinente gegangen. Nach viermal innerhalb kurzer Zeit steht vorerst mein Urteil. Sehnsucht Japan war genau ein Raum; dann fiel man unvorbereitet nach Myanmar mit seinen schönen Objekten ein. Ein Durcheinander ohne sinnvolle Texttafeln; dann wiederum werden Dinge vorausgesetzt, die kein Mensch weiß, oder Bezug genommen auf etwas, das nirgendwo zu sehen ist. Wir fanden es eine Zumutung. Michael reagierte sofort mit „Museumsrücken“, ich hörte ihn leise seufzen und ächzen. Wenn ihm etwas nicht passt, überfallen ihn augenblicklich unerträgliche Schmerzen. Manchmal spürt er das schon, während wir noch die Treppe emporsteigen. Eine Übersensibilität bezogen auf Dinge, die er nicht mag. Also bald raus und nochmal Zitronengras. Ich entschied mich heroisch für ein Tofugericht.

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2 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Die Rückenschmerzen im Museum kenne ich auch gut, wenn mich die Objekte nicht interessieren. Von Herrn Loth musst du noch mal erzählen. Gehst du regelmäßig zu ihm? Ich bekomme gleich wieder Lust, mich bei jemandem auf die Couch zu legen und meinem Unbewussten Raum zu geben. So gut wie du kochen kannst, wird auch ein Tofugericht gut schmecken. Und viel Glück für morgen.

  2. Renate sagt:

    Es ist doch noch einige Zeit für deinen Abgesang, deshalb weiß ich nicht ob die Sache mit Sr. Therese da noch wirken wird. Ich wünsche dir einen guten Arbeitsbeginn morgen. Rücken im Museum kenne auch ich.

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