22-01-15-CoTaBu-Fernsehverhalten, Frühstück mit Jakob + Rehe mit Michi

Heute massiv verschlafen. Zwei Seiten lang hässliche Träume aufgeschrieben. Manchmal erschließt sich erst hinterher, dass es weniger banal war als geglaubt. Diese Woche hat mir die 102 Jahre alte Christel Zepter eine Sprachnachricht aufgesprochen. Ich habe, wie immer, zu ihrem Geburtstag geschrieben. Dass Beate sich kürzlich per Blog wegen zuviel Fernsehens schalt führte dazu, sodass ich das für mich reflektiere. Ich schaue soviel wie noch nie. Finde Vieles lohnend, auch Zufallstreffer. Wenn ich Mehreres nacheinander anschaue, weiß ich manchmal nicht mehr, was es war. Wenn ich abends müde bin tue ich es seit einiger Zeit, obwohl ich erzogen war, solches Verhalten von Grund auf zu verachten. Kürzlich habe ich zwei Filmteile über Muhammad Ali angeschaut, der wie ein Gott verehrt wurde, obwohl er ein brutales Großmaul war. Ich erinnere mich sogar, wie befremdet ich als Kind war, wie die beiden Großboxer sich gegenseitig beleidigt haben. Der interessiert mich natürlich nicht, hat es dann aber doch getan; die Alternative war auf allen Kanälen Corona (oder Krimis). Ich bin auf dem Laufenden per Kulturzeit bis zum Lebensabriss über Achternbusch; erfahre, was ich ohne Zeitung und Radio nicht wüsste, dass jetzt ein Mensch mit Schweineherz lebt; habe diese Woche gelernt, dass man sich wie in einem Kaufhauskatalog an den „richtigen“ Vater fürs Kind heranklickt und ihn dann per „Warenkorb“ bestellt, damit der Kinderwunsch wie nach einem Duft oder einer Reise zeitgerecht erfüllt werde; also ethisch durchaus relevante Themen. Gestern Frühstück mit Jakob; sehr gutes Gespräch. Ich durfte ein Exposé für ein Vorhaben durchlesen. Wenn er sich doch öfters äußern würde! Ich war beeindruckt. Beim Steuerberater Termin ausgemacht. Spaziergang mit Michael im Nymphi. Herrliches Licht, äsende Rehe; angeregtes Gespräch.

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4 Antworten

  1. Ines sagt:

    Ja, das Fernsehen ist auch bei mir ein Thema, seit Beate als Vorsatz geschrieben hat, es weniger zu tun. Dass du Muhammed Ali schaust, hätte ich allerdings nicht gedacht. Ich kann mich auch erinnern, wie abschreckend ich die Boxkämpfe im Fernsehen fand, als ich ein Kind war. Diese Samenspende auf Bestellung finde ich pervers. Sollte es die Zukunft unserer Kinder sein, den eigenen Erzeuger nicht zu kennen? Die Beschreibung deines Freitages klingt schön mit Jakob, den Rehen, Michi, Nymphi, Licht, Gespräch. 🙂

  2. Renate sagt:

    Ich kann mit meinem Fernsehkonsum gut leben. Es gibt bestimmte Sendungen die schaue ich immer. Auch ich bin über Achternbusch gut informiert. Samenspende, da geht’s mir wie Ines, pervers. Ich wusste nicht das Cassius Clay, der mir was sagt, Mohammed Ali ist. Deine Fotos vom Nymphenburger Park sind sehr stimmungsvoll.

  3. Beate sagt:

    All das, wovon Du schreibst, was früher undenkbar war: die Transplantation eines Schweineherz, die Samenspende auf Bestellung etc. finde ich auch eher abstoßend. ich will jedenfalls nicht mit dem Organ eines Schweins oder eines anderen Tiers rumlaufen. Als ich vor 20 Jahren in der Landeszentrale anfing, gab es ein Symposium „Lebenswelten“ zusammen mit Äbten aus Europa. Da wurde u.a. die In vitro fertilisation sehr kontrovers diskutiert. Heute eine Selbstverständlichkeit

  4. Beate sagt:

    All das, wovon Du schreibst, was früher undenkbar war: die Transplantation eines Schweineherz, die Samenspende auf Bestellung etc. finde ich auch eher abstoßend. ich will jedenfalls nicht mit dem Organ eines Schweins oder eines anderen Tiers rumlaufen. Als ich vor 20 Jahren in der Landeszentrale anfing, gab es ein Symposium „Lebenswelten“ zusammen mit Äbten aus Europa. Da wurde u.a. die In vitro fertilisation sehr kontrovers diskutiert. Sie ist heute eine Selbstverständlichkeit

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