Mutter, der Fuß und Gegenwind

Wenig Neues gibt es zu berichten heute, denn es war wieder Muttertag. Mit dem Rad gefahren, was ich dem MVG vorziehe. Magdalena berichtete mir über die neue Frau, die am Freitag kommt. Magdalena ist dann 5 Wochen bei Mama, was wir ihr hoch anrechnen. Sie sagte mir auch dass es ihr zuviel ist und sie ihre Kinder und Enkel vermisst. Sie bleibt wegen uns und Mami (so nennt sie unsere Mutter), die sie nicht alleine lassen kann. Wir sind ihr sehr dankbar. Wieder das gleiche Procedere wie bei jedem Besuch. Es wird für die neue Frau nicht einfach mit der Demenz unserer Mutter umzugehen. Auch Magdalena hat immer noch nicht verstanden, wie Mama „tickt“. Mama ist so überzeugend in ihren Antworten, die in der Regel aus ja oder nein bestehen, oder wenn man sagt heute ist Föhn, dann sagt sie, sie hat Kopfweh. Ich habe Magdalena heute erklärt, dass es in Bayern kein Bein gibt, sondern nur einen Fuß, der von oben bis unten geht. So wie die Tschechen Finger zu den Zehen sagen. Heimweg mit Gegenwind und Graupelschauern war unangenehm. Emilia hat sich drei Finger in der Autotüre eingequetscht, die ihre Freundin zugeschlagen hat. Linda hat geschrieben, dass sie 2 Stunden geweint hat. Linda hat die Finger gleich gekühlt, Arnika gegeben und Arnikaumschläge gemacht.

 

 

 

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Dieses Einqutschen der Finger in der Autotür ist ein Albtraum. Fabian spricht heute noch navon nach 37 Jahren! Dass es das Bein praktisch nicht gibt wusste ich so nicht, die Erklärung ist eindrücklich. Jetzt also wieder ein Neuanfang.

  2. Beate sagt:

    Sirena hat heute noch eine dicke Narbe am linken Ringfinger, weil ihr in der dritten Klasse ein Unfall mit einer Türe passiert ist. Aua, ich wurde angerufen und musste sie ins Krankenhaus zum Nähen bringen. Interessant, dass Magdalena gar nicht richtig versteht, wie wenig sich Deine Mutter behalten kann

  3. Ines sagt:

    Allein das Lesen von gequetschten Fingern in Autortür tut weh. Arme Emilia.

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