22-01-21-CoTaBu-Illusion „freier Tag“, Digitalisierung + vertane Zeit

Statt mich mit dem Netzwerk Palliativ/Psychiatrie zu beschäftigen verdödele ich meinen Vormittag im Nachthemd mit Telefonaten anderer Art in Warteschleifen. Gerade auf Beates Reaktion reagiert. Die Sache mit den Straßennamen war immer schon wichtig, nimmt aber jetzt an Fahrt auf. Das befeuert meine Gedanken, die eigentlich gerade woandershin gehören. Oft verwende ich meinen Freitag für Erledigungen. Wenn ich am vorletzen Freitag etwas angezettelt habe ist es nicht erledigt. Z.B. Führerschein. Gestern zweiseitiges Schreiben mit Hinweis, alles nur online abzufragen. Mein Anruf vor zwei Wochen bei der Rentenstelle: Ich soll nach Berlin schreiben. Gestern im Briefkasten: zwei Seiten Möglichkeiten, wo ich mich stattdessen hinwenden soll. Online ein Dschungel an Informationen mit lauter Fenstern, die ich gleich wieder schließe. Telefonisch? Warteschlange. Also per Mail. Mein Brief an die Beschwerdestelle der Post: nicht zuständig, zwei Seiten lang. Der Briefkasten steht offen wie ein großer Rachen. Im Hospiz jetzt wieder mehr zu tun, also bin ich auch erfüllter und bekomme schöne Resonanz wie die Blume das Wasser. Gestern morgens sterbender Schwan, Zittern, Hitze, Übelkeit, ich hatte nachts gehustet. Test negativ. Ich wollte höchstens für 1-2 Stunden fürs Gröbste hin und war dann bis abends beschäftigt. Keine Zeit, schlapp zu machen und auch ein ganz anderes Befinden! Wegen meines Essverhaltens mit entsprechenden Folgen bin ich verzweifelt. Ich weiß nicht, ob ich euch für derartige Reflexionen „benutzen“ darf. Für meinen letzten Sommer-Klosteraufenthalt hatte ich ein interaktives Wochenende mit allen Ressourcen der Beteiligten ersehnt. Conny, Atemtherapeutin, kann nicht, wie ich heute erfahren habe, ist dann leider verreist. Sonja hätte ich wegen Aroma gefragt, die andere Heike wegen Klangschalen. Dann natürlich meine Impulse. Ohne den wichtigen Atem will ich es ganz anders angehen. Evtl. doch Pisarski fragen? Heute Steuerberater. Wegen der Brille für nächste Woche Termin vereinbart, sie macht Schwierigkeiten.

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3 Antworten

  1. Beate sagt:

    was Du vom „freien“ Tag schreibst, kenne ich auch: Erledigungen, Trödelei, manchmal ruft jemand an und dann hänge ich am Telefon.Ein Tag, der nicht so richtig gut genutzt wird und auch von den Mühen der vergangenen Arbeitstage sich von früh bis spät kraftlos anfühlt. Dass Deine Gleitsichtbrille keine Erleichterung gebracht hat, das ist bei den stolzen Preisen ärgerlich. Hoffentlich kann es der Optiker richten.

  2. Ines sagt:

    Der Umgang mit Ämtern und ähnlichen Stellen ist so lästig und nervtötend. Da hilft die Digitalisierung auch nicht. Du kannst uns für alle Reflexionen benutzen, insbesondere Verzweiflung über Essen und Folgen, sag ich jetzt mal stellvertretend für uns. Da kennen wir uns alle aus. Meist willst du zu dem Thema keine Kommentare. Eigenartig, dass bei dir manchmal solche Krankheitssymptome aufflammen, und dann wieder weg sind.

  3. Renate sagt:

    Ich schließe mich Ines an was deine Essverzweiflung betrifft.
    Ich hatte zwei sehr positive, digitale Erlebnisse. Z.B. schickte das Rentenamt innerhalb einer Woche die angeforderten Unterlagen.

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