22-01-29-CoTaBu-Michi hat Corona und perverse Vermenschlichung

Gestern mit Jakob und Michael bei Kibek Teppich gekauft und Mittag gegessen; (ich allein nochmal beim Optiker wegen großer Brillenprobleme). Zur langen Autofahrt gestern kam heute eine zum See dazu, wo wir spazieren wollten. Auf dem Weg dorthin: Testzentrum für Michael wie fast täglich wegen Anni. Auf dem Parkplatz angekommen war das Positivergebnis da. Michael hatte am Montag Ärger mit einem betrunkenen Eindringling, der ihn tätlich angegriffen hat. Der Verdacht, der könnte ihn gezielt angesteckt haben, befiel ihn sofort; er hat manchmal einen siebten Sinn. Danach war alles anders. Maskiert gemeinsam zurückgefahren; ich für Michael eingekauft und notdürftig durch die Bäder gegangen. Er hat alle Kontaktpersonen verständigt. Den Sermon, den ein Gast (Dr. Wegeners Freund, selber Arzt und krasser Aussteiger) anfing über den Unsinn der Impfung hat Michael rigoros abgewürgt: Er stünde ab sofort für sowas nicht zur Verfügung. Seit Tagen ein Hauch von Erkältung, bisher immer negativ getestet. Ohne ihn ist mein WE etwas leer. Meine morgige Verabredung ins Café mit Museum vertagt. Ich bin negativ, werde mich morgen und übermorgen wieder testen. Gottlob haben wir gestern mit der Peergruppe gezoomt, weil Ariane frisch genesen und noch kraftlos ist. Sonst könnten wir jetzt zittern! – Gerade eine abartige Sendung gesehen. Ein Kameruner Anthropologe beforscht seit 30 Jahren das Verhältnis der Deutschen zu ihren Hunden, bestaunt Küsse auf nasse Schnauzen, kostspieligste medizinische Behandlungen („Sir Henry ist Privatpatient!“), eine 5-Sterne-Luxuspension mit extra Wellnessangebot, den Wahnsinn mit Hundetrainern, Hochzeitskleidern, Schwimmwesten, Spielzeug; Speisepläne mit Seezunge, Biohuhn und Tafelspitz, Hundekinderwägen, Köstüme; beobachtet die Stabilisierung von Familiensystemen, Kinderersatz und kam zu dem Schluss, dass es in Deutschland zwei Arten von Menschen gibt: die auf zwei Beinen und die auf vier.

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4 Antworten

  1. Renate sagt:

    Ich hatte auch Erkältungssymptome und die Tests waren immer negativ. Erst als die Virenlast hoch genug war zeigte sich das positive Ergebnis. Die Deutschen und ihre Hunde, dekadenter geht’s nicht.

  2. Ines sagt:

    Jetzt also auch Michael. Ich hoffe, es verläuft glimpflich und du hast dich nicht angesteckt. Krass auch die Geschichte mit dem betrunkenen Eindringling. Hochzeitskleider für Hunde ist unfassbar. Werden die Hunde dann verheiratet oder wird das Kleid zu Herrchens Hochzeit getragen?

  3. Beate sagt:

    Ich kann ohnehin die grenzenlose Liebe zu Hunden schwer nachvollziehen. Piilo (die Tochter meiner verstorbenen Freundin Renate) ist auch auf den Hund gekommen. Sie hat mit ihrem Mann zusammen drei. neulich schickte sie mir ein Foto von den Kötern. Auf dem größten, Hektar, schwebte ein Heiligenschein. ich: Ist er gestorben? Sie: ja, wir weinen seit Wochen um ihn.

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