Ein positiver Tag
Obwohl die Nacht stürmisch (nicht so wie ich es früher kannte) war, ging das aufstehen sehr gut. Die Müllabfuhr war unterwegs und ich hatte schon Bedenken dass ich gleich am ersten Tag zu spät komme. Der Busfahrer war jedoch sehr fähig und ich schaffte sogar eine Tram früher als gedacht. Obwohl gestern wenig Vorfreude zu spüren war, bin ich heute gleich gut angekommen. Herr Linnemann und ich haben unsere alte Gewohnheit des jour fix ganz selbstverständlich wieder aufgenommen. Zu besprechen gibt es derzeit jede Menge, sei es was im Hospiz geschieht oder in der Politik. Auch Heike nahm auf dem Besucherstuhl Platz, wie in alten Zeiten. Das ist schon sehr schön. Von den KollegInnen kam keine auf einen Ratsch vorbei. Es waren allerdings auch keine „Alten“ im Haus. So ging der erste Tag gut zu Ende. Zu Hause Kaffee mit Englischlektionen. Linda rief an und erzählte mir von Emilia, die heute ihre erstes Lernentwicklungsgespräch hatte. Sozial, hilfsbereit, sehr gerecht, versucht immer gute Lösungen zu finden, mutig, weil sie sich gegenüber einem Drittklassler positioniert hat. Es gab auch kleine Beanstandungen. Sie sollte sich öfter melden, statt einfach loszureden, weniger schwätzen (das war bei mir immer im Zeugnis gestanden) und sich nicht so leicht durch andere Kinder ablenken lassen. Insgesamt auch was das Lernen betrifft doch recht positiv.
So nennt man das heute. Lernentwicklungsgespräch! War für Linda etwas Unerwartetes dabei? Dein Stuhl hat magische Anziehungskraft. Ich sitze sofort drauf, das stimmt. Wenn ich komme steht er im toten Winkel und ich muss immer erst nahetreten, um zu sehen, wem du – und jetzt oft Sonja – gerade zugewandt b-ist.
Sehr differenzierte Rückmeldung zu Emilia. Die Lehrerin Scheint gut zu beobachten. Ich dachte mir schon, dass dein Tag gut wird 🙂
das sind sehr schöne Rückmeldungen über Emilia! Und auch ein gutes Ankommen am ersten Tag nach einer Pause im Hospiz- ein guter Tag!