„Jerusalema“
Ich sitze, frisch vom Frisör kommend, in der U3 und hab eine längere Fahrt nach Gauting vor mir. Dort trifft sich heute meine 5-Frauen-Gruppe. Statt, wie sonst gemeinsam essen zu gehen, hat uns eine aus der Gruppe zu sich nach Hause eingeladen. Ich freu mich und hab jetzt schon Hunger. Den ganzen heutigen Tag hatte ich gute Laune. Zum einen liegt es an meinem freien Tag und an dem schönen Wetter. Zum anderen tanze ich die ganze Zeit einen Tanz, den wir beim Linedance gelernt haben auf das Stück „Jerusalema“, was sich als Ohrwurm in meinem Kopf festgesetzt hat. Dieser Tanz wurde zur Anfangscoronazeit auf der ganzen Welt getanzt und ist auch sehr mitreißend im Internet anzusehen. Auch, dass Maja gestern spontan zu Besuch war und wir einen sehr schönen Abend hatten, wirkt noch nach. Sie ist eine sehr kluge und differenzierte Frau geworden, das fällt mir in letzter Zeit auf. Unser Sonntags-Schreiben hat insofern bleibenden Eindruck hinterlassen, als dass ich das Warten jetzt mit einer anderen, positiven Einstellung erlebe. Gerade im öffentlichen Nahverkehr ist Warten an der Tagesordnung und da hab ich viel Zeit zu „üben“. Morgen fahre ich von der Arbeit aus am Nachmittag mit dem Zug nach Bielefeld. Ein langes Wochenende mit Familie steht bevor, an dem wir die Sachen meiner Mutter durchschauen und gemeinsam entscheiden wollen, was wohin kommen soll.
Bei dem Traumwetter, das wir heute haben, trifft Dein Höhenflug auf Frühlingserwachen. Ja, Jerusalema, ein schöner Tanz! „Warten“ hat auch mich zum Nachdenken gebracht!
Jerusalema schaue ich mir gleich an. Kenne ich nicht. Wie recht du hast mit dem MVG, der oft Gelegenheit bietet warten zu üben.
Ich habe dieses herzergreifende, umwerfende Youtube-Jerusalema gesehen. Die Stimme dieser Frau, die Körperlichkeit, Sinnlichkeit dieser Menschen ist so hinreißend, dass es mich schmerzt. – Anrührend, wie du Maja erlebst; anders als früher, aber immer dein Herzenskind. – Und wieder deckt sich ein Tisch für dich…