Nix los, Rentnerinnentreffen und Ungeduld
Sehr froh gewesen als Heike kam. Es war heute überhaupt nichts los im Hospiz. Das Telefon läutete die 6 Stunden, die ich da war, kaum. Intensive Gespräche mit Heike, nebst einer kleinen Kostprobe meines Englischprogramms. Heike hat immerhin drei neue Wörter gelernt, ich übrigens auch. Meine Schwester und unsere älteste Freundin Christa holten mich ab. Spaziergang im Nymphenburger Park. Ich kam heute auf 12.433 Schritte. Danach einen Kaffee in der Sonne getrunken. Beim Zoom Singen stellte ich fest, dass mich die Sonne erwischt hat. Bei mir geht das im Gesicht sehr schnell. Wo hingegen die Beine ewig brauchen. Heute war ein Paar das erstemal beim Singen dabei. Ich musste an den Film „Die Vögel“ von Hitchcock denken. An die Szene in der Tippi Hedren mit zwei Vögeln im Auto fuhr und die sich in jeder Kurve synchron nach rechts oder links bewegten. So war es bei dem Paar auch. Die Frau saß am Anfang ganz steif, mit dem Kinn in der Hand, bis der Mann sich im Rhythmus bewegte, dem sie dann wie oben beschrieben, folgte. Chanten ist für mich oft eine Herausforderung, außer es sind Mantras, die kann ich stundenlang singen. Dagmar singt oft Lieder gefühlt dreißig oder vierzig Mal, die mich nicht begeistern. Da heißt es für mich meine Ungeduld bezwingen, was, wie das Warten auf die U-Bahn, eine gute Übung ist.
So ein Mist! Ich wollte dich unbedingt gebeten haben, dass du mich ans Singen erinnerst! Da hatten wir soviel Zeit und haben das vergessen. Mit dem deutsch-japanischen Chor werde ich nicht warm. Ihr drei seid eine nette Truppe, ich hab mich gleich wohl gefühlt, auch wenn ich nicht dazu gehöre. To argue, to complain und roommate.
Schon erstaunlich, dass du bei dem Zoom-Singen bleibst, obwohl dir die Wiederholungen und einige Stücke nicht gefallen. Sehr lustig, wie sich das neue Paar synchron bewegt hat. Das kann man auf den Bildschirm natürlich super beobachten.