22-02-16-CoTaBu-Ohne Gesundheit ist alles nichts+Abrahamitisch segnen

Letzte Woche schrieb Bine, dass sich Werner gesund an Körper, Geist und Seele fühle. Darüber haben wir angesichts ihres Kummer mit seiner Demenz herzlich gelacht. Auch bei uns sagt ab und zu ein schlichtes Gemüt: Hauptsach‘ g’sund! Jetzt hat er einen blutenden Blasentumor, eine Untersuchung führt zur nächsten. Ignorieren geht nicht – es ängstigt und schmerzt. Ihn ins Krankenhaus zu bringen ist unumgänglich. Letztes Mal verschwand er auf eigene Faust, vergaß seine Brieftasche mit allen Papieren, die neu ausgestellt werden mussten. Die Frage, ob er bekümmert sei, konnte Bine nicht beantworten. Leidet Sonja darunter, dass ihr Mann sich nicht „öffnet“, wie er die HerzOP erlebt hat, wie sie auch in ihn dringt, so weiß es auch Bine nicht. Er sage nichts. Sehe fern. Gestern allerdings – wie rührt das an! – er wolle doch noch ein bisschen leben. So sehr die Beiden Hund und Katz sind seit 44 Jahren, so fertig ist Bine. Immerhin haben sie 2021 auf mein jahrelanges Drängen Verfügungen gemacht. Größte Sorge: wenn er ohne Binebesuche ins Krankenhaus muss, wer wird ihn dort halten? Für ihn Fragen beantworten? Corona kommt extrem erschwerend dazu. – Seit gestern ist Anni Corona-positiv. Wie soll wiederum sie im Zimmer gehalten werden? Ist sie doch den ganzen Tag im Haus unterwegs im Abreisemodus!! – Etwas Schönes: Nachdem ich 2020 und 2021 meine Themen-WEn fürs Team abgesagt hatte, habe ich gestern mit Kloster Armstoff telefoniert. Getestet dürfen auch Ungeimpfte mit. Also werden wir es wagen. Den Termin habe ich natürlich schon letztes Jahr gebucht. Befügelt habe ich sofort den berühmten Waldemar Pisarski kontaktiert. Ob er mein AbschiedsWE begleiten würde? „Wie sollte ich da widerstehen“?, hat er gesagt. Nachher werden wir ausgiebig telefonieren für eine Richtungsweisung. „Du sollst ein Segen sein…“, der abrahamitische Segen als Titel und Inhalt, flog mich sofort an: meine Botschaft an die, die bleiben.

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5 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Oh je. Tragisch, wenn körperliche Krankheit und Demenz zusammen kommen oder wie im Fall von Anni Corona dazu kommt. Das ist wieder eine Herausforderung für euch. Solange man gesund ist, kann man gut behaupten, dass Gesundheit nicht so wichtig ist. Wenn man aber krank ist, wird die Gesundheit plötzlich zum höchsten Gut. Mich nervt es dennoch, wenn einem alle dauernd sagen „bleiben Sie gesund“. Sie mich auch!

  2. Ines sagt:

    Und noch ein Kommentar: Es freut mich, dass du dein Abschieds-Wochenende jetzt planen kannst. „Du sollst ein Segen sein..“ ist sehr unmittelbar berührend und eine Botschaft, die mich auch sofort anspricht.

  3. Beate sagt:

    Werner, der Einen gerne mit endlosen E-Mails bombardiert hat, der seit so vielen Jahren mit Bine zusammenhängt, der ihr als ein schrulliger Hausbesitzer zusätzliche Sorgen bereitet hat, es tut mir sehr leid für ihn und vor allem auch für Bine, dass er es jetzt so schwer hat.
    „DU sollst mir ein Segen sein“: wie schön das klingt und wie gut das zu Dir passt. Wenn die Berufung einen Abschluss findet, ist ein angemessener Titel geboten

    • Heike sagt:

      Du sollst ein Segen sein…nicht „mir“. Bine steht Werner an Zumutungen in nichts nach, sie sind sich zu keiner Zeit gegenseitig etwas schuldig geblieben. Sie ist nicht zu bemitleiden und unterdrückt Werner umgekehrt mindestens genauso. Ein Leben im Clinch war ihre Wahl, wenn man von Wahl sprechen kann. Das große Thema: Gibt es einen freien Willen?

  4. Renate sagt:

    Das freut mich sehr für dich, dass das letzte Wochenende im Kloster nun doch stattfinden kann. Mit Herrn Pisarski, der mit dir dieses Seminar, unter der Überschrift „du sollst eine Segen sein“, sehr besonders und tief betrachtend leitenwird. Nun auch die Mutter von Michael, trotz aller Vorsicht.

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