High heels, Wind und Kirche

Mit zunehmendem Alter werde ich mehr und mehr wetterfühlig, so wie mich gestern der Kopfschmerz, selbst mit Tablette bis nachts geplagt hat. Heute früh war es dann vorbei. Besuch bei Mama und Ina. Ina hat sich bei Deichmann zwei Paar high heels gekauft. Ich habe sie probiert und wurde gleich 10 cm größer. Meine Füße sind sehr schmal, wie Ina damit einen ganzen Abend gehen will ist mir ein Rätsel. Sie meint das geht schon, auch wenn die Schuhe hinten beinhart sind. Ina hat mir ihre „Deutschhausaufgaben“, gezeigt und mich gebeten sie zu korrigieren. Sie macht fast  keine Rechtschreibfehler, vergisst nur manchmal den Artikel. Spaziergang mit Mama, die sich auf dem ganzen Weg vielfach über den Wind ausließ. Zwischenstop in der Kirche. Bevor sie sich in die Bank setzt und auch wenn sie sie wieder verläßt macht sie, ganz automatisch, eine kleine Kniebeuge. Das rührt mich jedesmal. Wie tief das doch sitzt. Auf dem Heimweg musste Mama öfter eine Pause einlegen, sie wird nach einer gewissen Zeit kurzatmig und war dann sehr froh als wir zu Hause waren.

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Die automatische Kniebeuge erinnert mich an den Knicks, den wir noch gelernt haben oder ans Kreuzzeichen, das wir alle in der Kirche schlagen, dazu die tief sitzenden Sätze wie „und mit deinem Geiste“ oder „wir haben sie beim Herrn“. An Sonja sehe ich, wie high heels aussehen, wenn die Füße NICHT schmal sind.

  2. Ines sagt:

    In solchen hohen Schuhen konnte ich noch nie gehen. Bei welchem Ereignis Ina die Schuhe wohl tragen will? Spazieren gehen mit deiner Mutter geht noch, das hätte ich gar nicht vermutet. Ja, den Kniefall vergisst man nicht. Hat sich in das Körpergedächtnis eingebrannt.

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