Wechseljahre und Stubenhocker
Für heute habe ich meine Todo Liste abgearbeitet. Es stand aber auch nicht so viel darauf. Nach Yoga, Hausarbeit und Einkauf war ich mit dem Rad erst bei der Post am Harras und dann noch in der Bibliothek. Habe mir mal wieder unter anderem Lektüre über Gesundheit und über die Wechseljahre ausgeliehen. Mir hilft es, wenn ich lese, dass meine verschiedenen Symptome mit der hormonellen Umstellung erklärbar sind. Ich fühle mich so steif und mir tut latent der Körper weh, auch stimmungsmäßig bin ich manchmal ohne Grund traurig und schlafe gefühlt eher oberflächlich. Außerdem bin ich der lebende Beweis dafür, dass man beim Intervalfasten auch zunehmen kann, was mich stört und noch unbeweglicher macht. Insofern bin ich froh, dass die Fastenzeit ab Aschermittwoch mir wieder den Impuls gibt, auf Süßes und Alkohol zu verzichten. Oben genannte Symptome sind natürlich nicht nur hormonell bedingt, sondern auch psychisch. Wenn ich zum Beispiel tanze, tut mir nichts weh und ich habe gute Stimmung. Eben habe ich noch mit Maja telefoniert. Sie ist immer noch Corona positiv mit Erkältungssymptomen. Sie leidet wenig unter der Isolation, da sie von Haus aus ein Stubenhocker war und schon als Kind viel lieber drinnen gespielt hat. Sie liebt Backen, das hat sie nicht von mir.
Was du über hormonelle oder psychische Verfasstheit schreibst lässt mich – aus meinen Wertmaßstäben und Erfahrungen heraus für möglich halten, dass langsam der erste Honigmond des Zusammenlebens verblassen könnte. Ich kenne von mir diese Reaktionen, wenn liebevolle Euphorie in noch so angenehme Gewohnheiten mündet: Müdigkeit, Lethargie und Faulheit – ich erinnere mich gut. Wenigen Paaren glückt Beziehung; zuwenig Wandel, zuwenig Luft dazwischen. Einer Kollegin half bei Traurigkeitsanfällen etwas aus dem DM – wie dir der Tanz. Erstaunlich erlösend. Aber es gehört ja zum Leben, wenn auch zur Schattenseite.
Mit Hubert ist es weiterhin sehr schön. Für meine unterschiedlichen Stimmungen bin ich ganz selbst verantwortlich. Sie sind mir ja nicht unbekannt.
ich kann mich noch gut an die Zustände vor 9 Jahren erinnern, vor allem die Schlafstörungen haben mir heftig zugesetzt. Aber richtig gut schlafe ich immer noch nicht. Und auch ich hatte den Abschied von einem Elternteil hinter mir. Zusammen mit den Turbulenzen der Wechseljahre eine manchmal schmerzvolle Schwelle zum nächsten Lebensabschnitt
Schlaflosigkeit und Wallungen diese Symptome begleiten mich nach mehr als 20 Jahren zum Teil immer noch. Fasten ist eine frustrierende Sache, lieber tanzen.