Post-OP und Ruf nach 007

Wenn man das Leid der Menschen in der Ukraine bedenkt, sind unsere täglichen Zipperlein sehr klein dagegen. Huberts Zustand nach der Operation bestimmt den Tag, dadurch, dass ich versuche, möglichst viel von dem zu übernehmen, was er sonst macht, zumeist häusliche Arbeiten, Kochen, Einkaufen und ihn davon abhalte, sich nicht zu schnell wieder ins tägliche Einerlei zu stürzen. Es fällt ihm schwer sich bedienen zu lassen oder mich um etwas zu bitten, wenn ich es nicht selber sehe. Er darf aufstehen und sich bewegen, aber nicht schwer tragen und keinen Sport machen und soll sich körperlich schonen. Wir schlafen getrennt, weil wir uns sonst gegenseitig stören würden. Für ihn ist das tägliche Beieinanderliegen wichtiger als für mich, aber ich merke schon, dass das emotionale Auftanken, das durch den Körperkontakt entsteht uns fehlt, aber wir sind immer im Gespräch. Ansonsten bin ich auch mit meiner Ernährung beschäftigt, da ich die Fastenzeit nutzen will, mich auch sonst zu zügeln. Und dann natürlich der Krieg, der alles bestimmt. Früher hab ich mich gar nicht für die Ukraine interessiert, habe zwischen Russen und Ukrainern nicht groß unterschieden, alles war weit weg. Jetzt ist die Ukraine plötzlich ganz nah. Ich wünschte James Bond würde kommen und die Welt von Putin befreien, aber er ist unglaublich gut bewacht und ein Ende des Krieges nicht in Sicht, solange er das Sagen in Russland hat.

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3 Antworten

  1. Renate sagt:

    Den meisten Männern fällt es nicht schwer sich bedienen zu lassen. Dich auch sonst zügeln, heißt…?
    Die Idee mit James Bond findet meine volle Unterstützung.

  2. Heike sagt:

    Mir geht es genauso, dass ich – trotz aufschlussreicher Lektüren über Jdie Jahre – Ukrainer und Russen in einen Topf geworfen habe, insofern steckengeblieben bin in der UdSSR. Auftanken durch Körperkontakt, das ist etwas sehr Schönes…ich erinnere mich dunkel und wehmütig. Dass du mit deiner Ernährung beschäftigt bist erinnert mich, wie Michael auf einer seiner früheren Messen einmal von Claudia Schiffer sagte, sie sei sichtlich den ganzen Tag damit beschäftigt, NICHT zu essen. Hubert wünsche ich, dass du ihn leichtfüßig bedienst, so dass es für ihn nicht so schwer ist und er am besten gar nicht so viel bitten muss.

  3. Beate sagt:

    es ist ja nur eine kurze Zeit, die ihr die geliebte Gewohnheit, beieinander zu liegen, unterbrechen müsst! Und ebenso st es eine nur kurze Zeit, in der es besser ist, wenn er sich bedienen läßt! 007? Ja bitte! wann kommt er und rettet die Welt? Wenigstens ein bißchen?

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