Wenig Action und große Diskrepanz
In der Früh Yoga Kurs. Hubert, der noch krankgeschrieben daheim ist, wurde aus dem Wohnzimmer verbannt. Hat es klaglos hingenommen. Einkaufen, Mittagsbrotzeit und Mittagsschläfchen. Danach war mein Kreislauf so weit unten, dass mir lange noch schwindelig war. Mit Urmila telefoniert, das erste Mal auf der Terrasse in der Sonne gesessen, meinen Haaransatz gefärbt und schließlich gekocht und nach dem Essen noch fern geschaut. Zwischendurch noch Sachen für die Steuerberaterin zusammen getragen. Insgesamt ein ruhiger Tag. Was mich beschäftigt ist die Diskrepanz zwischen meinem persönlichen und sorgenfreien Luxusleben und den katastrophalen Missständen in der Welt mit Krieg, Klimakrise, explodierenden Preisen etc. Das ist schwer zu integrieren. Persönliches Glücksgefühl und kaum erträgliches Leid stehen nebeneinander.
Das ist wahrlich eine Diskrepanz. Aber die große Betroffenheit und Welle von Hilfsbereitschaft können auch nicht dahingehend ausarten, dass wir so tun, als brenne unser eigenes Haus. Es kann kommen. Aber noch haben wir alles, was wir brauchen. Der Benzinpreis geht durch die Decke, aber noch tut uns das nicht weh.