22-03-13-CoTaBu-Segeberger Kreis im Harz inmitten einer CoronaHOCHzeit?

Ein wenig reut mich, dass ich mich – wie etliche Jahre – NICHT zur Jahrestagung des Segeberger Kreises (Schreibervereinigung) angemeldet, dies gar nicht in Betracht gezogen habe. Seit Wochen liegt eines der beiden Jahreshefte bei mir – die „Segeberger Briefe“. Im Frühjahrsheft werden traditionell Gruppenangebote seitenweise vorgestellt. Einmal nur war ich dabei: sehr basisdemokratisch, alt-68-erisch, wahnsinnig alternativ und experimentell. Diesmal aber, das stelle ich jetzt erst fest, weil ich gestern Abend und heute früh im Heft gelesen habe, würde mir das Thema sehr gefallen. Frei nach Nietzsche: Ich hätte singen sollen….Jetzt: Lyrik. Ich hätte mich sogar schwer getan, mich für eine Gruppe zu entscheiden. Das aber muss man und dann tagelang drin bleiben. Auch ich – jeder – könnte so eine Gruppe anbieten; man wird als Mitglied immer gefragt. Ich würde auch ehemalige Studienkolleginnen und DozentInnen treffen. Mich schmerzt, dass ich ich es gar nicht in Betracht gezogen habe. Leider entdecke ich auch – ein wichtiges Thema bei mir – Anforderungen an meine Toleranz: wenn Kirsten, (Dozentin damals für ein Modul), etwas anbietet, was sich am Haiku ausrichtet und ausgiebig FALSCHE Dinge darüber sagt. Es geht soweit, dass sie nichts vom Kigo verlauten lässt (Frevel!). Sie schreibt von männlichen Dichtern. Weibliche, so ausdrücklich, seien ihr nicht bekannt!! Das lässt mich leiden, sodass ich nachsinne, ob ich ihr auf die Sprünge helfen sollte (wie unsympatisch!). Dabei ist der Fokus dort auf dem Experimentellen, insofern die Strenge der Form und Inhalte vielleicht nebensächlich. Gerade nachgegoogelt: Ilsenburg im Harz, 5 Stunden Fahrt. Ich müsste am Donnerstag nachmittags das Hospiz verlassen, am Sonntag nach dem Frühstück losrasen, um euch um 14:00 zu empfangen. Ich brenne, ich entflamme, ich zögere, ich zaudere, ich müsste mich zerreißen. Ich fürchte, dass das Thema (so tolle, fantasievolle, extreme und wirklich auch nur für INSIDER brauchbare Schreibanregungen) mir nicht so schnell wieder entsprechen wird. Ich war auch jahrelang nicht mehr unterwegs…Derweil hagelt es nur so Coronapositivmeldungen ringsum.

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2 Antworten

  1. Beate sagt:

    vielleicht solltest du dann doch Kirsten auf die Sprünge helfen. Du bist nicht besserwisserisch, du weisst es besser, hast dich intensiver mit Haikus befasst. Ein Disput, dem Du nicht ausweichen brauchst!
    Wenn Du nach Ilsenburg fährst, können wir echt gerne verschieben! Die Woche drauf hätte ich den Samstag komplett frei für einen Ersatztermin, am Sonntag habe ich schon Felix versprochen, auf sein Konzert in die Isarphilharmonie zu kommen, er hat mir noch nicht geschrieben, wann es beginnt…

  2. Renate sagt:

    Alles was du schreibst ist ein Aufruf an dich hinzufahren. Nicht nur wegen der falschen Aussagen zu Haikus, auch dass du dann deine Studienkolleginnen und Dozentinnen wieder sehen wirst ist doch Anreiz genug.

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