Essen, Schlafen, Lesen

Nachts hab ich meine Tage bekommen und nicht gut geschlafen. Seit Jahren rechne ich damit, dass sie langsam ausbleiben, aber scheinbar gibt es immer noch Eier in den Eierstöcke, die sich jeden Monat auf den Weg machen. Draußen ist alles weiß vom Schnee. Man könnte denken, es ist November, wenn nicht die gelben Forsythien unterm weißen Deckmäntelchen leuchten würden. Heute bin ich faul und hab durch die Unterleibschmerzen auch eine gute Ausrede, mich etwas gehen zu lassen. Hubert macht den Kachelofen an, bezieht Betten und wäscht die Bettwäsche. Ich mache pseudomäßig etwas mit ohne mich sehr zu engagieren. Mir ist es zu kalt, um nach draußen zu gehen. Also bleib ich im Haus und lese, später kochen. Essen, schlafen, lesen sind meine Tagesbeschäftigungen.

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Leben wie Garfield, nur dass der nicht gelesen hat. Ich weiß gar nicht mehr, wann „diese Dinge“ bei mir aufgehört haben. Wahrscheinlich schreiben sich das andere Frauen auch auf? Ich habe eher den Anfang als das Ende als einschneidend erlebt, auch mal das jahrelange Ausbleiben. Aber dann war es auf einmal so. Mal darf ja Hubert fleißig und du faul sein. Nicht immer kann Tatendrang synchron einsetzen.

  2. Renate sagt:

    Ich weiß dass „es“ bei mir mit 51 Jahren vorbei war und damit hat der Wechsel richtig begonnen. Hier schneit und schneit es.

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