22-04-03-CoTaBu-Digitaler Zeitraub + Bürokratiemonster: kafkaesk ausweglos

Digitalität ist ein Mogelpaket. Wie Ende März gebloggt hatte ich – nachdem mein Anliegen nach einem persönlichen Termin dreimal rund um Deutschland gereicht und mir Möglichkeiten aufgezeigt wurden, die dann keine waren, meinen Rentenantrag, ein fettes Buch, papieren ausgefüllt. Als am Freitag eine „Erinnerung“ (!!) kam, ich solle noch R100 und R240 ausfüllen; wenn ich nicht meiner Mitwirkungspflicht nachkäme usw….also ich mich in die Rolle einer kriechenden Bittstellerin gedrängt fühlte, dieses Scheißformular erstmal wieder digital raussuchen musste, nochmal 16 Seiten, mit Fragen, die ich garantiert schon seitenweise eingereicht, aber blöderweise nicht kopiert hatte wegen dieses irren Papieraufkommens, dazu ein zweiseitiges Formular, das ich ausfüllen MUSS, obwohl es in keinem Punkt meinen Daten entspricht, da wurde mir so elend, so mutlos und kafkaesk zumute, zwischen Heulen und hysterischem Anfall, ich brauchte TAVOR!!! Im Leben hätte ich keinen Beruf ausüben wollen, in dem ich mit dergleichen zu tun hätte, immer bin ich drumrum gekommen, sagen wir: oft! Als Peter starb war es auch der Wahnsinn! Auch nicht ohne beim Heiraten! Beim Antrag auf Kindergelder oder Erziehungsurlaube. Aber das jetzt? Ich WERDE da depressiv!! Was sind das für schwachsinnige Fragen zur Rheinschiffahrt, um nur ein Beispiel zu nennen! Tatsächlich wird auch nach Kindergeldnummer gefragt – habe ich ausgelassen, Jahrzehnte her, hab ich nicht mehr. Jetzt habe ich ein sauaggressives Schreiben dazu verfasst. Michael rät ab. Aber wohin mit meiner Wut?! Die müssen doch wissen, dass diese digitale Lösung in „Systemfehler“ münden und alles Gespeicherte verschwinden kann. Mein Sonntag ist gelaufen. Ich will auch nicht vor die Tür. Denke über Sofas und Sessel nach. Vielleicht bissel lesen. Nachmittags Onlinevortrag von Prof. Aoki von der DJG. Den Film „Reise nach Tokio“ hat mir Gregor besorgt. Ich habe ihn mir gestern zur Vorbereitung angesehen. Auch wahnsinnig deprimierend.

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5 Antworten

  1. Ines sagt:

    Das ist ja wirklich zum Erbrechen, was du schreibst. Ich frage mich auch, wie andere rentenwillige Menschen ohne deine ohnehin schon guten digitalen und hervorragenden sprachlichen Fähigkeiten das hinbekommen. Mir geht es mit Formularen auch jedes mal so ähnlich, wenngleich ich bisher nie zur Tavor greifen musste. Hast du das aggressive Schreiben schon abgeschickt? Michael rät ab, ich würde sagen hör auf ihn.

  2. Renate sagt:

    Lange vor meiner Rente kam ein Packen Papier von der Rentenversicherungsanstalt, meinen Versicherungsverlauf zu vervollständigen. Ich hatte das Glück zu einem persönlichen Vorabgespräch, bei dem lediglich rauskam dass eine Bescheinigung vom Arbeitsamt fehlt, und konnte meinen Rentenantrag direkt einzureichen. Dass was du schreibst ist der blanke Horror.

  3. Beate sagt:

    Bin ich froh, dass ich erst im August 2023 in die Rente gehe…aufgeschoben…..

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