22-04-28-CoTaBu-Ex-Kollegin klagt an + Druck: Bier im Morgengrauen
Vorletzte Nacht konnte ich nicht schlafen und habe etwas gemacht, was ich nie wieder tun werde: um 4:30 zum ersten Vogelzwitschern ein Bier trinken! Wirkung prima, Nachwirkung schrecklich. Ich kam vor lauter Aufnahmedruck nicht zur Ruhe. Dazu gesellte sich ein Video über meine Coronagruppe. Eine ExKollegin, die uns wegen Corona verlassen hat, brüllt bei einer Demo in Weilheim ihre Parolen 12 Minuten lang ins Micro. Sie hatte bei Gregor schon ein Riesenpodium bekommen. „Ich bin S….ich bin ein Mensch, ich bin Mutter, ich bin Krankenschwester“ (heul, beb), dann tausend Diagnosen als Impfschäden, (das Ugur-Süppchen), und am Ende ein 8-minütiges Interview. Ihre Meinungsäußerungen und der Versuch, die Welt aufzurütteln stehen ihr ja zu. Aber auf uns wirkt wie Gift: Ungeimpfte seien ohne Not ans Gesundheitsamt gemeldet worden (Gregor tat sich so schwer, thematisierte das dauernd), dass niemand gefragt hätte wie es den Einzelnen ging (sie selbst saß unzählige Male stundenlang bei Gregor); er hatte eine Arena geboten täglich vor der Übergabe, manchmal eine halbe Stunde lang (ich habe ihn dafür sogar kritisiert, als er S. nicht davor bewahrte, diese Irrsinnsauftritte hinzulegen), er ging auf alles ein, jeder respektierte und tolerierte die Haltung Andersdenkender, und nun das. Gregor hatte mit ihr wunschgemäß einen Auflösungsvertrag gemacht und will sich jetzt mit diesem Video nicht belasten. Seit sie weg ist geht es uns allen besser. Aber die falschen Beschuldigungen gehen unter die Haut. Sie war nur noch mit Leichenbittermiene herumgelaufen, wurde allseits unterstützt wie eine Schwerkranke oder Trauernde. – Dazu der Druck, der auch mit Anfragen aus eigenen Reihen auf mich einwirkt. Gregor würde sofort reinwinken. Aber er hat nicht die Kontakte und Absagen und all die Verpflichtungen im Ohr. Ich darf nicht klagen, habe all das bewusst und gezielt an mich gerissen. Ich würde unglaublich aufatmen, wenn wir wenigstens wieder mehr Plätze belegen dürften.
Das klingt richtig schlimm, was Du erzählst. ich frage mich, woher diese verbohrte Leidenschaft kommt und warum sie nicht abebben mag. ich habe mich von Rainer schon immer so gehirngewaschen gefühlt, dass ich ihn gar nicht mehr anrufen mag
Nimm lieber die Schlafbeere, statt Bier, vor allem um die Zeit. Das was du von S. schreibst passt gut zu ihr. Sie hat eine Plattform gefunden die sie für ihre Zwecke nutzt.
Gilt der Aufnahmestopp immer noch?
Naja, in gewisser Weise haben wir doch schon seit zwei Jahren Aufnahmestopps. Gerade sind wir bei sechs PatientInnen, halbes Haus. Und was meinst du mit Schlafbeere? Hab ich was verpasst?