22-05-15-Woche 2 – Reflexion übers Schreiben – Kurzabriss von Prinze über Kira bis zur Spir-Gruppe

Wie ihr wisst hatte das Bloggen höchsten Stellenwert für mich und ging mir leicht von der Hand, niemals mit dem Gefühl von Verpflichtung. Die Tagesreflexion war mir kostbar in eurem „Angesicht“. Jetzt aber habe ich meine liebe Mühe damit, hin und wieder für mich selbst zu resümmieren, mir meine eigenen Betrachtungen wert zu sein mit dem Unterschied: ich muss mir selbst nichts erklären, kann kryptischer schreiben, schwimme ein wenig: an wen richte ich mich und wofür überhaupt? Mich einmal in der Woche hinzusetzen scheint mir sinn- und uferlos. Was ich die Woche über getrieben habe – aneinandergereiht – kann für euch nicht von Belang sein. Ich setze mich widerwillig dran. Meine Zusammenschreibe letzte Woche war richtig Arbeit. Ich glaube, ich will das so nicht, bin jedenfalls noch auf der Suche.

Diese Woche viel zuviel los. Dienstag Gruppe; Mittwoch Prinze mit Brandauer Lesung mit dem faden Beigeschmack, dass meine Begleiterinnen mit Bunuels surrealistischen Textpassagen nichts am Hut hatten; Surrealismus kein Begriff? Mit Ingrid hinterher noch im Prinzipal getrunken und gut unterhalten. Brigitte hatte das Feld fluchtartig verlassen. Mit Dodo korrespondiert bzgl. der Verantwortung fürs Gelingen solcher Empfehlungen mit dem Ergebnis ermüdender Allgemeinplätze und Sinnsprüche. Donnerstag letzte Möglichkeit, Beate zu sehen (Abendessen, Klemperer-Übergabe; Magritte; Rosentasse!!); zuerst gedacht ich kann nicht, musste aber nur Michael absagen, insofern eine Gewohnheit verrücken und unsägliche Müdigkeit überwinden. Dieser Abend – wie Beate schreibt – eine Insel, war wahnsinnig wohltuend und anregend. Freitag Nicole getroffen, danach Anni besucht, hinterher nochmal den Literaturkreis im Hacklhaus auf grüner Wiese (nach Jahren) ausprobiert, hat mir im Kleinstkreis ganz gut gefallen. Dann hat sich Kira angesagt. Vorher gestern noch Kloster Holzen, das Objekt dort ein zweitesmal inspiziert; dann gemeinsames Essen mit Kira und einem von Michaels Gästen, einem rasend geistreichen und lustigen Philologen und Historiker(?), mit dem langsam eine Freundschaft entsteht. Es stellte sich heraus, dass Kira, die gerade ein Engagement in Baden Württemberg hat, NUR mich zum Ziel hatte und erst heute Abend um 20 Uhr losmusste. Ein Tagesmarathon ungewohnter Art, viel Simon, viel Tod, auch sonst unendlich Gespräch, Tribeca, Friedhof mit Lesung, Villa Dante; ziemlich alle jetzt, so schön es war. Abends Haikuzoom, also totale Überfüllung. Jetzt könnte ich noch ein WE anhängen. Telefonat mit Gregor. Gleich noch das Buch zu Ende lesen, das mir im Literaturkreis eine Frau ausgeliehen hat (unbedingte Empfehlung für Renate!). Das Wichtigste zum Schluss: Ich bin dabei, MEINE spirituelle Gruppe zu konzipieren. Sie heißt; „Auf der Suche nach dem Wunderbaren…“. Und ist überschrieben: „Unsere Zeit ist bemessen – unsere Tage werden gewogen – warum nicht öfter auch von mir?“

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Eine Antwort

  1. Ines sagt:

    Unglaublich, wie voll deine Woche war!!! Die Gründung der spirituellen Gruppe, ein spannendes Projekt. Gerne berichte ich dir von meiner Gruppe, die vor 20 Jahren aus dem „Zusammen gehen“ Kurs in Aham entstanden ist.

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