Trugbilder der Vergangenheit im turbulenten Leben

Die Nachricht von Urmilla hat mich beschäftigt. Wie kam sie damals dazu, ihr Leben, ihre Familie, ihre Galerie, ihr Geld aufzugeben und sich dem Trugbild eines anderen Lebens zu verschreiben.und dann, später nach der Rückkehr gibt es nichts anderes als Streit, wenn sie auf den Sohn trifft. Das Trugbild, in dem sich ihr Leben spiegelt war sicher mit der Hoffnung auf ein anderes, deshalb besseres Leben verbunden, sonst hätte sie nicht so viel dafür aufgegeben. Ich frag mich, ob meine Geschichten so fern davon waren, ich hatte zwar nicht Poona, aber andere Vorstellungen, Trugbilder in mir, erst das eines alternativen Lebens, frei, immer in WGs, alternativ arbeiten und leben (mit Arthur) und später Aufruhr, Anarcho – ja Räuberromantik (Pape) im Kopf, die mich zu den passenden Männerbeziehungen führten, will sagen, es war das gemeinsame Konzept vom besseren, weil anderen Leben, die Szene, die ich als Ausweg aus meiner zerrissenen Existenz sah. Und dann stand ich da mit gebrochenen Flügeln und allein, weiterhin unfähig, mir einfach einen Menschen, einen Mann zu suchen, der mich als Mensch interessiert, nicht als Symbol einer Szene, auf die ich abfahre. .An den Begriff des Trugbilds wurde ich in der Ausstellung von Magritte erinnert, das war eines seiner Themen, Ansonsten ging die Woche so turbulent weiter, wie sie angefangen hatte, in meinem Inneren wie auf den Straßen. ich war mit Schülern unterwegs, die in der ganzen Welt zuhause waren, sie bereist hatten, flüssig französisch, englisch, spanisch sprachen, Lehrerinnen, die nur die besten Ziele der (Menschen-) Bildung formulierten.Eine Erasmusklasse in einer Eliteschule, Dann daheim Kleider auspacken, waschen, Reinigung,  und schon innerlich wieder auf dem Sprung in den Urlaub, auf den ich mich so sehr freue. Insel in dieser Zwischenzeit war der Abend mit Heike, Ausruhen vom Erlebten, unsere Gespräche. Beisammensein mit der Freundin, Insel zwischen zwei Zeiten, in denen ich mich mit Fremden am Tisch sitze. Ich bin schon gespannt, später werde ich sie sehen beim ersten gemeinsamen Essen und morgen in aller Früh geht es los.

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2 Antworten

  1. Ines sagt:

    Urmila hat es nie bereut, nach Indien gegangen zu sein, angeblich die beste Zeit ihres Lebens. Ihr ganzes Leben war egozentrisch. Was sie mit ihrem Handeln angerichtet hat, verdrängt sie. Mir sind solche Kinder von Eliteschulen immer ein bisschen unheimlich. Ich frag mich, ob sie sich vorstellen können, einen ganz normalen Beruf wie Physiotherapeut auszuüben oder ob es eh klar ist, dass sie Geschäftsführer einer internationalen Firma werden. Dir einen schönen Urlaub, Beate. Hoffentlich sind ein paar nette bei der Reisegruppe dabei, mit denen du auch Spaß haben kannst.

  2. Heike sagt:

    Betrachtungen dieser Dichte kann ich gar nicht kommentieren. Mir ist auch, dass ich ja an deinem Werdegang zu nah dran war, als etwas dazu sagen zu können. Einen Mann suchen ist auch so eine Sache. Da ist auch Schicksal dabei. Diesmal nicht, aber einmal haben wir darüber gesprochen, wofür wir „brennen“.

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