Geburtstag und Schwesternbesuch
Heute ist mein Geburtstag. 56 Jahre lebe ich jetzt. 8×7 Jahre. Wenn sich das Leben in Siebenerschritten vollzieht, dann fängt jetzt ein neuer Turnus an. Ich hoffe aber, dass sich nicht so viel ändert, denn mit den äußeren Umständen bin ich sehr zufrieden und möchte es noch ein wenig so weiter leben ohne große Umwälzungen. Innerlich wünsche ich mir schon noch mehr Selbstsicherheit und innere Freiheit. Viele Menschen haben schon geschrieben, vor allem whatsapp, aber auch email und ein paar Anrufe kamen. Eine liebe Kollegin hat mir in der Arbeit einen kleinen Kuchen mit Kerzen vorbei gebracht, das hat mich sehr gefreut. Allerdings hab ich mich mit dem Kuchen nach dem Mittagessen so vollgestopft, dass er mir immer noch schwer im Magen liegt. Hab früher Feierabend gemacht und Hubert signalisiert, dass ich ein bisschen für mich sein möchte. Nachher gehen wir mit Maja und Bernd ins „Roecklplatz“, ein Lokal am Roecklplatz 🙂 Ich war noch nie dort, aber es liegt so schön auf der Mitte zwischen Maja und uns und ist gut bewertet. Von Freitag Abend bis Sonntag waren meine Schwester Petra und ihr Mann Ralf mal wieder bei uns am Schliersee. Sie sind heute weiter in ihren Urlaub nach Italien gefahren und nutzen Schliersee schon zum 3. mal als Zwischenstation und für einen Besuch. Wir haben immer Glück, wenn die beiden zu Besuch sind, denn das Wetter war wieder unglaublich schön und für unsere geplanten Wanderungen perfekt geeignet. Auch konnten wir am Samstag Abend auf der Terrasse essen und lange draußen sitzen. Es wurde sogar ein Feuerwerk von einer Location in der Nachbarschaft gezündet, das den Abend perfekt schön gemacht hat. Ich bin glücklich, dass es mit den beiden so gut harmoniert, wobei es nach 2 Tagen auch gut ist und die Gespräche etwas versiegen. Bei meiner Schwester, die mich scheinbar aufrichtig liebt und mir immer wieder sagt, wie froh sie ist, mich als Schwester zu haben, habe ich dennoch das Gefühl, dass sie sich nicht wirklich für mich interessiert. Unsere Gespräche laufen meist so, dass sie etwas erzählt und ich aktiv nachfrage und zuhöre. Manchmal erzähle ich etwas, aber darauf steigt sie dann nicht ein. Aber es ist schon deutlich besser als früher. Was sie für meine Eltern, insbesondere für meine Mutter, gemacht hat, das rechne ich ihr hoch an. Sie tritt jetzt in die Fußstapfen meiner Mutter, was die Zentrale Position in der Familie angeht. Über sie laufen die Familiennachrichten, das war früher Mutters Rolle.
Das eine habe ich dir ja schon geschrieben heute: Deinem Leben scheint momentan wirklich nichts hinzuzufügen zu sein. Der wichtigste Wunsch wäre, dass es so bleiben möge, auch wenn das fast utopisch ist! Und es wirft sich die Frage auf: Woran würde sich zeigen, wie müsste es sich äußern, dass sich jemand wirklich für uns interessiert? Gibt es das überhaupt? Oder könnte es sein, dass jemand einfach unsere, in dem Fall, deine Gegenwart genießt und sich mit dir wohl und selber angenommen (gut gespiegelt) fühlt?