Corona, Emilia und pilgern

Corona, Auch diese Woche war von Corona beherrscht. Bei Linda geht es langsam bergauf, Luis ist gesund, Andy positiv ohne Symptome, Emilia geht es nicht gut. Linda ist heute mit ihr in aller Früh ins Krankenhaus, weil sie hochgefiebert, erbrochen, Hals-und Kopfschmerzen hatte. Blutentnahme zeigte keine Auffälligkeiten. Sie ist negativ getestet und es ist fraglich was es ist. Morgen hätte sie Schulausflug und ist so traurig weil sie nicht mitkommen kann. Mir blutet das Herz, weil sie schon so oft verzichten musste. Heute ist der 5. Tag und mein Test fiel positiv aus. An Tag zwei begannen heftigste Halsschmerzen, etwas sehr Ungewohntes für mich.  Seit gestern sind sie erträglich und heute sind sie nur noch als roter Hauch wahrnehmbar. Diese Quarantäne hat wieder eine ganz andere Qualität als meine erste. Es ist eine MIschung aus Ungeduld, Frohsein bei der Hitze nicht rauszumüssen, auch Langeweile und Unverständnis, warum ich dieses Virus gleich zweimal haben musste. Ein Telefonat mit Heike heute ließ uns auf das Thema pilgern kommen. Ich habe die Tage das Interview einer Frau gesehen, die schon einige Pilgerwege gegangen ist. Mich reizt es schon lange. Allerdings reicht es nicht einfach loszugehen, oder doch? Außer guten Schuhen, allesmögliche an Equipment besorgen, einen Kompass  lesen lernen, eine Unterkunft buchen, das Pilgerbuch besorgen um dann nach 2 oder 3 Stunden mit der S-Bahn wieder heimzufahren. Ich bin mir da meiner Selbst nicht so sicher, weiß nicht ob ich das Durchhaltevermögen habe, um immer weiter zu gehen. Zu Zweit wäre ich sicher, weiterzugehen, will es aber lieber alleine machen. Wird das womöglich mein Projekt werden?

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2 Antworten

  1. Ines sagt:

    Emilia hat es nicht leicht mit ihrer gesundheitlichen Konstitution. Wie paradox, dass sie negativ ist und der Vater ohne Symptome positiv. Die Langeweile und Ungeduld in der 2.Quarantäne kann ich mir vorstellen, aber daraus erwachsen dann solche Ideen, einen Pilgerweg zu gehen. Ich würde mich einer Gruppe anschließen, hätte viel zu viel Angst, aber du hast den Drang, es alleine zu machen. Vielleicht erst mal eine winzig kleine Pilgerstrecke 😉.

  2. Heike sagt:

    Das Thema Pilgern entsprießt m.E. nicht der Langeweile der Quarantäne. Zu sehr liegt es gerade in meinem Umfeld obenauf und begegnet mir überall. Vielleicht auch als Gegenreaktion auf Corona und auf den Überdruss des ewigen „Urlaubens“ an überfüllten Orten und des Fernreisens. Eine echte Alternative, die wohl wirkliche Spuren im Leben hinterlässt. Allein oder gemeinschaftlich – wie alles eine persönliche Frage.

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