Wieder daheim
Am Freitag bin ich völlig erledigt aus Prag zurückgekehrt. Eine weitere Woche die Herausforderungen einer Lehrerfortbildung, die auch in Berlin da waren, ein ständiger Spagat zwischen inhaltlich fachlicher Präsenz und nervigem Organisationskram. Keine Zeit für Museumsbesuche nach der Tagung. Ein Hotelzimmer, in dem ich nachts vom Schnarchen des Gastes im Nebenzimmer aufgeweckt wurde. Lehrer, die mich mit ihrer Unselbständigkeit genervt haben („ich habe im 5. Stock ein Zimmer bekommen und bin anscheinend allein auf dem Gang“, „in meinem Zimmer ist es so warm und ich will es nicht lüften, weil das Hotel an einer lauten Straße liegt“ – solche WhatsApps erreichten mich zu Unzeiten in der Nacht). Für die Heimfahrt hatte ich einem Juristen aus dem Kultusministerium und einem Urbayern, dessen Dialekt kaum zu verstehen war, der im Maximiliansgymnasium unterrichtet die Mitfahrt angeboten. Meine zementierten Vorurteile wurden aufgeweicht: Der Jurist saß. nur deshalb die Hälfte des Weges stumm auf dem Rücksitz, weil ihm schlecht war. Er hatte beim Frühstück zu viele Früchte in Schokolade gegessen und kämpfte mit Brechreiz. Den Lehrer fand ich sehr nett, sobald ich seinen bayerischen Dialekt für mich übersetzen konnte, er hatte einen guten Humor. Und dann endlich! ZUHAUSE!!! Gestern war kochen, einkaufen, glotzen angesagt.“Naked“ auf arte. Sehr, sehr gut!
Dass Prag so anstrengend wurde tut mir leid, du hattest dich so darauf gefreut. Was zuviel ist ist zuviel, und dass die Lehrer diesmal in die Rolle der Kinder geschlüpft sind ist denkwürdig. Dein schnarchender Nachbar, die Nichtigkeit ihrer Fragen und Beschwerden – insgesamt ist deine Schilderung auch recht köstlich! Dohoam is dahoam – und da ist es bekanntlich am schönsten.