Arbeitsroutinen, Sörens Party, Einladung bei Florence

Ich bin noch ganz benommen von Heikes Beitrag und versuche jetzt dennoch meine relativ unaufgeregte Woche zu rekapitulieren. Die Wochentage vergehen im Kinderzentrum mit viel Routine und ohne große Höhen und Tiefen. Manchmal verabschiedet sich eine Kollegin und der Chor singt ein Liedchen, ansonsten läuft es so dahin, aber ich bin im Moment wieder ganz zufrieden mit meiner Arbeit. Obwohl ich gefühlt in diesem Jahr dauernd Urlaub hatte, habe ich noch richtig viel Resturlaub übrig. Durch die vielen Überstunden, die ich abfeiern musste und durch günstig gelegene Feiertage, habe ich bisher noch nicht viel regulären Urlaub nehmen müssen.

Am Freitag war die große Geburtstags-Tanzparty von Sören anlässlich seinem 60. Geburtstag. Maja und Jaron kamen vorher noch zum Abendessen zu uns und wir sind dann gemeinsam mit Hubert dorthin gegangen. Es war ein großes HALLO, denn viele Menschen hatte ich seit 10 Jahren nicht mehr gesehen, weil sie nach der Trennung von Sören eher zu seinen Freunden gezählt haben und der Kontakt von mir nicht mehr aufrechterhalten wurde. Alle waren unglaublich zugewandt und super herzlich. Auch Hubert wurde sofort gut aufgenommen. Über Stunden hab ich getanzt, wenn ich nicht gerade mit alten Freunden gesprochen habe. Um halb 2 war Ende und mir tat dann wirklich jeder Knochen weh, als wir zur U-Bahn gegangen sind. Ich bin überglücklich, dass mein neues Leben sich so leicht und fröhlich mit dem alten Leben verbinden lässt und der Kontakt mit Sören jetzt ausgesprochen lieb und freundschaftlich ist.

Gestern dann ein typischer Samstag mit schönem Frühstück (mit Jaron) und Haushaltserledigungen. Am Abend waren wir bei meiner Trauzeugin Florence zum Essen eingeladen. Sie hat mit 60 Jahren auch ihre große Liebe (wieder)gefunden. Sie scheint sehr glücklich, ihr Freund ist offen und herzlich, aber ich finde ihn im Gespräch anstrengend, etwas laut und ungehobelt. Mir fehlt die Sensibilität. Trotzdem war der Abend schön und sehr kulinarisch.

Eben telefonierte ich mit meiner Schwester, die aktuell an einem massivem Haarausfall leidet und psychisch dadurch richtig belastet ist. Ihre taillenlangen rotblonden, dicken Haare waren immer ihr Markenzeichen und jeder Zentimeter Teil ihrer Identität. Jetzt will ich noch ein bisschen Yoga machen, bevor Jaron von seiner Verabredung und Hubert vom Fitnessstudio zurückkommt.

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Ich nehme an, IHM fehlt die Sensibilität, nicht DIR? Klingt alles nach buntem sozialem Leben. Natürlich ist der Höhepunkt, dass du mit deiner neuen Lebenslage bei Sören willkommen bist. Die Sache mit dem Haarausfall deiner Schwester stelle ich mir als echtes Unglück vor. Es ist wie mit der Haut: Man weiß die Gründe nicht und schiebt es auf die Psyche, was nicht weiterhilft.

  2. Beate sagt:

    Ja, ein buntes Leben, gefüllt mit dem Zusammenklang von Deinem früheren Leben mit Sören und deinem jetzigen mit Hubert. Wie schön sich das gefügt hat! ich könnte Dir eine andere Geschichte erzählen, die von einer Freundin, wo der Rosenkrieg seit Jahren tobt. Da klingt Deine Erzählung diametral anders: nach Versöhnung, neuem Angekommensein

  3. Renate sagt:

    Du scheinst eine leidenschaftliche Tänzerin zu sein. Schön, dass eure ehemaligen Freunde dich herzlich aufgenommen haben. Passiert bei Trennungen leider oft, diese Spaltung. Das Deine Schwester unter ihrem Haarausfall leidet verstehe ich gut. Haare und Haut für alle sichtbar.

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