Langweiliger Zoom, Ordnung schaffen und Essenseinladungen
in der letzten Woche war ich vor allem arbeitsmüde. Vier Stunden verordneter Zoom mit einem Rechtsprofessor über Korruption, bei dem man nachweisbar dabei sein musste, haben mir den Rest gegeben. Es war soo zum Gähnen langweilig, ich habe „unter der Bank“ den Spiegel durchgeblättert, aber mit halbem Ohr zugehört, denn man konnte jederzeit „aufgerufen“ werden. Und in der nächsten Woche gibt es noch mal eine Zoomfortbildung zum Datenschutz und danach noch eine. weitere Pflichtveranstaltung. Spontane Entscheidung: Ab morgen nehme ich mir frei. Das war am Mittwoch. Es gab ja auch so viel zu erledigen: Wohnung aufräumen, Druckerpatronen nachfüllen, Papierberge ordnen, einkaufen, die Wohnung für den Advent herrichten. Gabi hat mir eine Frau empfohlen, die auch zu mir nach Hause kommen und mit mir zusammen klar Schiff machen kann. Das hätte ich auch ehrlich nötig, denn ich weiß von einigen Unterlagen gar nicht, ob ich sie schon wegschmeißen darf. Vielleicht kann ich dann alles so gut ordnen, dass auch die Patientenverfügung und das Testament leicht aufzufinden sind. Erfreulich war die Einladung von Sirena. Sie hatte eine Bonusauszahlung bekommen, die sie im Restaurant feierte. Schön war auch die Yogastunde. Heute bin ich nach Dingolfing aufgebrochen, denn ich werde am Abend von den Berlinern, den zukünftigen Kollegen meiner Rentnerzeit, zum Essen eingeladen. Schade, dass es so neblig draußen ist, ich werde nämlich gleich noch eine kleine Runde durch das Städtchen drehen.
Solche Pflichtfortbildungen muss ich auch machen. Man muss dann noch einen Test bestehen, damit man das Zertifikat bekommt, also wirklich aufpassen. Herrlich, wie du unter der Bank heimlich Spiegel liest. Ich hätte gar nicht vermutet, dass dir Ordnung so schwer fällt, dass du daran denkst, jemanden zum Helfen zu engagieren.
Jemanden, der bei der Ordnung hilft!? Interessant. Es gibt natürlich lukrative Geschäftsideen diesbezüglich. Warte gespannt auf deine Erfahrung! Dass du langsam „durch“ bist kann ich mir lebhaft vorstellen. Pflichttermine online hatte ich nicht, aber ich habe trotzdem manchmal im toten Winkel auf meinem Bett nebenher geschlummert und einmal einen PC-Absturz fingiert.
Unter der Bank den Spiegel lesen, erinnert mich an die Schulzeit. Ist diese Frau, die dir zur Ordnung verhilft, wie die Japanerin?