Vor und nach der letzten Dienstreise 2022

Und noch eine Pflichtveranstaltung am Mittwoch, kurz bevor ich ein weiteres Mal nach Berlin aufbrach. Diesmal zum AGG (Gleichbehandlungsgesetz), also wurden  Gleichbehandlung und Diskriminierung thematisiert. Die Referentin war diesmal sympathisch, aber unstrukturiert. Als es um Altersdiskriminierung ging, konnte ich meinen Dank gegenüber meinen jungen Kollegen aussprechen: Dass ich mich von ihnen geachtet fühle, sehr gerne mit ihnen zusammenarbeite und vielleicht deshalb auch meine beste Zeit in den letzten 20 Jahren habe. Das kam richtig spontan und von Herzen. Dann Fahrt nach Berlin, dort ein kalter Wind, und naßkaltes Wetter. Die Klasse war mit einer blutjungen, sehr hübschen Lehrerin, unterwegs, die eine Bommelmütze aufhatte. Diese wackelte, wenn sie zustimmend nickte- irgendwie lustig! Ich hatte auch eine Bommelmütze auf, ich trage sie, weil Janni sie nicht mehr mag und ich schätze es sehr, dass sie so warm ist. In den drei Stunden Stadtführung zu Fuß war sie genau die richtige Kopfbedeckung. Ich achtete aber sehr darauf, meinen Kopf stets gerade zu halten, denn zwei wackelnde Bommelmützen wären etwas seltsam daher gekommen. Die Heimfahrt dauerte wieder bis Mitternacht. Diesmal eine Umleitung der Züge, weil sich ein Mensch auf das Gleis geworfen hat. .Seit gestern Grübeleien, was ich alles falsch gemacht habe, die Zeit vergeht nur zäh, ist wie Brei. Ich sollte aufräumen, den Koffer in den Keller bringen, den Müll zur Tonne. ich bleibe auf der Couch . Keine Lust zu lesen, ich schau am liebsten in die Luft. heute ist der 2. Advent, später schalte ich die Glotze ein und koche Spaghetti mit Tomatensauce.

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2 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Manchmal hilft ein Teller Pasta und die Stimmung bessert sich. Eine lustige Vorstellung, die zwei Bommelmützen auf Stadtführung. Wie du dieses ständige Herumreisen aushältst, ist mir ein Rätsel. Dabei hältst du es ja nicht nur aus, sondern findest es gut. Und auch schön, dass du dich von deinen jungen Kollegen so wertgeschätzt fühlst.

  2. Heike sagt:

    Deine Einschätzung, die beste Zeit zu haben erinnert mich an gute Tage im Hospiz, wenn ich es so sagen darf: mit einer Portion Idealisierung im Gepäck angesichts des nahenden Endes. Ich wüsste gern, was du dir vorwirkst, wofür du dich zerfleischst. In die Luft schauen – es ist so eine Sache. Und: schöne Bommelmützen!

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