Digitalfasten, die Maschine und ein genialer Schwiegersohn

Ich hatte einen Moment lang den flüchtigen Gedanken, dass ich es ja auch genießen könnte von der digitalen Welt für eine Zeit lang abgeschnitten zu sein: Als ich von Frankfurt zurückkam, hatte ich als Erstes die Nachricht auf dem Handy, meine mobilen Daten seien aufgebraucht. Dann stellte ich fest, dass ich vom Festnetz aus nicht telefonieren kann. Dann merkte ich noch alles Weitere: Streamen klappt nicht, bin vom Internet abgeschnitten, komplett. Meine Nachbarin Franziska, der ich vor den Briefkästen begegnete, bestätigte mir, dass es allen Hausbewohnern so geht. Im Aufzug hing auch ein Aushang, dass ab dem 17. Januar der neue Anschluss im Haus freigeschalten werden wird…. bis dahin werde ich dann also auch kein Homeoffice, kein online Banking machen können! Es ist schon krass, wie allumfassend der Alltag sich ändern würde, würde man auf diese Errungenschaften komplett verzichten.müssen Doch nun zuerst zur Maschine:Alina bat mich, sie in Frankfurt abzuholen, denn aufgrund dessen, dass ihr Bad eine Baustelle ist, wolle sie ein paar Wochen lang bei mir bleiben. Außerdem habe sie ein schwereres Geschenk für mich. Nach langem Bohren ließ sie raus, dass es eine Maschine sei. Maschine? Ich will weder eine Küchen- noch eine Fitness- noch eine Bohrmaschine ! Sie soll mir lieber ein Foto schicken, dann kann ich entscheiden, ob ich diese Maschine akzeptieren kann, meinte Ich Simon strahlte: Du wirst sie brauchen, du wirst sie lieben! Ach was! Also Fahrt durch Sturm und Wind nach München mit einem vollgeladenen Auto und dann ist zuhause  der Saft abgestellt . Trotzdem war es schnell gemütlich, wir kochten, spielten, unterhielten uns. Janni kam und buk mit Alina Zimtschnecken. An Weihnachten gingen wir zusammen in die Kirche und wieder sangen Alina und ich nebeneinander und wieder war es so, dass unser beider Stimmen zusammen eine Harmonie, einen Gleichklang haben, dass ich im ganzen Körper ein Glücksgefühl spürte. So erfüllt von St. Benno nach Hause gekommen, stellten wir uns an den Kochtopf und bereiteten das Abendessen, Polenta mit Champignons im Wirsingmantel mit Cranberry Chutney. Ich war fast gar nicht mehr angespannt, was diese Maschine betraf. Und sie war dann doch der Hit: Eine Maschine, die die Fuße massiert! Sie ist nun dauernd in Betrieb. Heute war Piilo mit ihrem Mann zu Besuch und saß stundenlang da, ließ sich die Fuße massieren und wir sprachen über die alten Themen, ihre Mutter, die vor 12 Jahren starb, ihren Vater, der inzwischen dement und milde ist (Ich war mit Piilos Eltern sehr gut befreundet gewesen und Renate war Alinas Patentante). Die Begegnung mit Piilo wühlt mich jedes Mal auf. Es war ein tragischer Abschied von Renate damals.  Unter den Unterlagen für den neuen Anschluß entdeckte ich ein Schreiben von Vodafone mit einer neuen SimCard für mein Telefon. Damit habe ich wieder mobile Daten und kann somit auch bloggen! Simon erklärte mir alle möglichen Details zur kommenden Umstellung, meine Aufregung und mein sich-überfordert-fühlen haben sich damit auch gelegt-

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Das klingt alles wohl gelungen. Ich bin gespannt auf diese RiesenMassageMaschine! Mein Sprudel-Massage-Becken hat es leider nicht gebracht – schwer zu reinigen, wird außerdem schnell heiß! Alina bleibt länger – heißt, ihr seid wochenlang zu dritt? Ich wusste nicht, dass ihr im Gleichklang singt – dachte, du gehst mit Barbara. So gesehen war bei mir etwas auch gelungen: Hab ich doch ebenfalls mit J. in Bonifaz gesungen!

  2. Heike sagt:

    Wollte noch sagen: Digitalfasten ist sicherlich wahnsinnig sinnvoll – nur schlimm, wenn der Zeitpunkt nicht selbstbestimmt ist!

  3. Renate sagt:

    Wir sind doch sehr abhängig von unseren Geräten. Dass es auch ohne geht hast du bewiesen. Spannend deine Maschine. Ich hatte allerhand Ideen. Auf eine Fußmassagemaschine wäre ich nicht gekommen. Das macht ihr doch so gerne gegenseitig, Heike und du. Jetzt übernimmt die Maschine.

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