LZ Ade! wirft seinen Schatten voraus

Mitte der Woche hatten wir (wie immer) Abteilungssitzung. Alles verlief wie sonst auch: So viel tolle Arbeit ist in der Pipeline, Alexanders Webtalk über die Ukraine inzwischen auf unserer Homepage verfügbar. Zum Schluß kam das dicke Ende: Alexander berichtete, dass er mit unserem Direktor einen Termin für die Verabschiedung unserer sechs Mitarbeiter vereinbart hat. Zwei (Brigitte und ich) gehen in die Rente, vier an die Schulen zurück. Die beiden Abteilungsleiterinnen Monika und Uta könnten da nicht dabei sein, warf Monika ein, sie, weil sie um 17.00h eine Veranstaltung hat und Uta, weil sie im Urlaub ist. Ich wußte sofort, dass Monika von einem Moment sehr beleidigt war. Und so kam es auch. Am Abend hatten wir beide auf WhatsApp einen langen Austausch, in dem sie schrieb, sie werde nur mit mir den Abschied feiern.Was sei auch ihr Vorhaben überflüssig

, sich über jeden von uns Gedanken zu machen, wie er mit einem persönlichen Statement ihrer Wertschätzung von dannen ziehen soll. Wir kennen uns seit zwanzig Jahren und in all der Zeit war ich froh, mit ihr nichts organisieren zu müssen.Sie ist sehr streng und kritisch und verlangt allen unglaublich viel ab. Ihre nahen Mitarbeiter in der Publikationsabteilung arbeiten oft bis spät in die Nacht hinein. Das Ergebnis lässt sich zeigen, aber durchaus zu einem hohen Preis.

Ich habe jetzt erst mal zwei Wochen Urlaub. Bin auf dem Sprung mit Sirena Geburtstag zu feiern und am Nachmittag breche ich nach Thüringen auf

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5 Antworten

  1. Heike sagt:

    Diese Sequenz aus deiner Arbeit verstehe ich nicht genau – habe erst verstanden, Monika kann bei der Verabschiedung nicht dabeisein und ist deshalb beleidigt, dann aber, dass auch sie verabschiedet wird. Man schaut von außen auch überhaupt nicht rein – dazu fehlt einfach der Einblick. Obwohl wir ja schon darüber telefoniert haben…. Dass Sirena Geburtstag hat, fiel mir heute früh ein und ich wollte dir schon gratulieren!

    • Beate sagt:

      ich hatte oben doch geschrieben, Monika ist eine der beiden Abteilungsleiterinnen. Sie ist sozusagen unsere Chefin.Als solche hat sie sich schon Gedanken gemacht, wie sie ihre MitarbeiterInnen verabschieden will, mit wertschätzenden Worten. Heike, ich habe sie dir mal in einer Präsentation gezeigt. (Du meintest sie sei eine Mischung aus Charlotte und..) Monika und ich sind langjährige Wegbegleiterinnen, seit über zwanzig Jahren. ich bin wohl auch die einzige, mit der sie sich befreundet fühlt, deshalb will sie sich nur von mir verabschieden.Gerade weil wir beiden auf der persönlichen Ebene vertraut miteinander sind, berührt mich ihr beleidigt sein sehr. Ich hoffe, es lässt sich eine Lösung für den Termin fürs Abschiedsfest finden.

  2. Ines sagt:

    Ich hab es auch nicht ganz verstanden, was es mit dieser Monika auf sich hat. Streng, kritisch und anspruchsvoll scheint sie zu sein, aber auch schnell beleidigt. Willst du mit ihr alleine deinen Abschied feiern?

    • Beate sagt:

      ich habe unten auch Euch beiden geantwortet. Nur noch zu Monika: ja, sie ist leider eine unbequeme Vorgesetzte. Unsere Institution ist wie alle in der Staatsregierung sehr hierarchisch. Damit gibt es einiges Gelästere über sie, das ihr die Leute nicht ins Gesicht sagen. Und ja, sie ist empfindlich, spürt die Stimmungen und ist schnell beleidigt. Ich hoffe, dass die Feier gelingen wird und dass sie ihre Reden halten können wird.

  3. Heike sagt:

    Trotzdem ist es schwierig, weil man nicht reinguckt. Als Supervisorin würde man sich vermutlich erstmal ein Organigramm anfertigen. Die Leute auch selber kennenlernen. Für die persönliche Ebene dann noch die freundschaftlichen und /oder Spannungsbögen, die Funktionen außerdem. Dass ich Monika in einer Präsentation gesehen habe ersetzt mir nicht den persönlichen Eindruck – schon gar nicht, wie es aufzufassen ist, dass sie bei der Terminplanung übergangen wurde. Auch umgekehrt, wenn ich mich übers Hospiz ausgelassen habe, konnte das in erster Linie Renate verstehen, die all die Leute kennt. Die Kommentare von dir und Ines haben immer gezeigt, dass etwas nach außen nicht verständlich zu machen ist. Insofern: sieh es mir nach! Apropos Supervision: Ich habe achtzehn Jahre lang im Hospiz erleben müssen, dass auch unsere Supervisoren, weder die, die ich mit Gregor allein hatte, noch die fürs Team, auch nur im Ansatz das System verstanden hätten, an dem ich mich in meiner Rolle aufgerieben habe.

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