Putzmarathon und dennoch eine gute Zeit
Vier Tage in Frankfurt . Ein Putzmarathon. Daneben eine innige Begegnung mit Alina. So nah waren wir uns schon lange nicht mehr. Trotz und inmitten dem Chaos intensive Gespräche und die Freude, dass wir zusammen Zeit verbringen- nicht im schönen Ambiente beim Tee sondern die Ärmel hoch gekrempelt und überlegend, was man besser wegschmeissen sollte. Simon brachte viele Kartons zum Wertstoffhof und lief dauernd in den Keller, um die Wäsche zu versorgen. Am zweiten Abend ein wirklich köstliches Mahl im „Einhorn“, Frankfurter Schnitzel mit grüner Sauce und Bratkartoffeln, am letzten Abend eine Fahrt nach Giessen, wo Alina einer Freundin zum Geburtstag gratulierte, während Simon und ich im Kino einen sinnfreien Film anschauten. Und dann saß ich wieder im Zug nach Hause, in einem alten EC, mit großen Fenstern. Ich mag diese Züge, man kann so schön rausschauen und die Landschaft vorbeiziehen lassen. Bis Heidelberg hatte ich das Abteil für mich allein. Dann stieg ein Ehepaar ein, mit denen ich mich die ganze Fahrt über bestens unterhielt. Wir erzählten, lachten zusammen und waren einer Meinung, dass die Zeit wie im Flug vergangen war, als der Zug in München einfuhr.
Zuhause angekommen, war ich doch ganz schön erschöpft. doch ich brach gleich wieder auf. Walter (der, der so wenig redet und sich wie ein Tiger bewegt…) hatte Geburtstag und hatte seine geschiedene Frau Sabine, seinen Freund Hubert und mich in ein italienisches Restaurant eingeladen. Was waren das für volle Tage!
Klingt prächtig! Zusammen arbeiten ist eine feine Sache. Mit mir geht es nicht mehr so recht, weil ich zu faul bin. Ein Geschenk, wenn es Hand in Hand klappt. Wieviel schöner ist eine Zugfahrt mit Überraschungsbesuch im Abteil als eine stumpfsinnige Autofahrt…naja, die kann auch nett sein.
Ein gutes Gefühl sich von überflüssigem Zeug zu trennen. „Fremde“ Sachen auszusortieren finde ich nicht so einfach. Frankfurter Sauce und Gespräche mit fremden Menschen im Zug, wenn es passt, toll.