Hitze, Theater und Varieté

Sonja war sehr dankbar, dass ich an zwei Tagen kam. Es wird und wird nicht voll das Haus. Selbst PatientInnen die noch „gut“ sind, sterben nach ein paar Tagen. Nachmittag lesen auf dem Balkon, Abends Geburtstagsumtrunk bei Michael im Garten. Kulinarische Köstlichkeiten. Bücher zum vorlesen hatten nicht alle Frauen dabei, durch den früheren Aufbruch einiger Frauen, war das Vorlesen, zerrissen und nicht so wirkungsvoll, wie ich es aus unserer Schreibgruppe kenne. Linda hat sich krankschreiben lassen, denn Luis hat bei  dieser Hitze eine beginnende Lungenentzündung. Er ist so schlapp. Kein Kindergarten diese Woche, so dass ich am heißesten Tag der Woche nur Emilia abgeholt habe. Sind zum Rotkreuzplatz Bratwurst am Donnerstags-Markt gegessen, danach Kuchen. Immer im Schatten gegangen, so ging es einigermaßen. Vom Romanplatz zu Emilia nach Hause habe ich sie, auf dem Sattel sitzend, geschoben. Das Gewitter am Abend tat gut, vorallem der Regen. Leonhard Cohen im Metropoltheater. Eine junge Türkin, die ich nach dem Weg fragte, ist mit mir mitgegangen. Sie erzählte mir dass sie heute ihre Abiturnoten bekam. Bestanden! Ich freute mich mit ihr. Die Songs von Cohen toll, die Art der Frau, die auch gesungen hat, gefiel mir nicht immer. Das Theater, ein früheres Kino, wirklich sehenswert. Meinen Balkon oft genutzt. Mit zwei Arbeitskolleginnen, eine in Rente, im Taxisgarten gewesen, was ausgesprochen unterhaltsam war. Mein Rad stehenlassen weil es so kalt war, mit einer Kollegin mit dem Auto mitgefahren. Am nächsten Tag gleich das Rad geholt. GOP mit Emilia und Eva. Faszinierend die Beweglichkeit und Geschicklichkeit dieser Artisten, etwas nervig, wenn auch sehr schlagfertig, der Conférencier. Hamburger im Hans im Glück.

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    GOP? Artisten? Hab ich was verpasst? Mit der Kollegin in Rente machst du mich neugierig….ohje. Ja, das mit dem Vorlesen hat keinen Sinn, wenn es nicht germeinsam gewollt und durch Hören verstärkt wird. Auch einen Text mibringen, den ich allein für mich lesen soll ist wie in der Schreibgruppe statt zu lesen erzählen. Lieb, wie du Emilia vor der Hitze schützt. Und wer beschützt dich?

  2. Beate sagt:

    ich bin auch mit einem schlechten Gewissen von Heike’s Umtrunk weggegangen: Kein Buch dabeigehabt, zu früh aufgebrochen. Das Sterben an heißen Junitagen: auch mein Vater ist an einem sehr heißen Junitag gestorben, ich hatte am Tag zuvor einen Ventilator gekauft.

  3. Ines sagt:

    Für das GOP haben wir auch Karten geschenkt bekommen. Du hast wieder viel unternommen, diese Woche. Ich vergesse immer, dass Kinder im Kindergartenalter sehr oft krank sind. Rückblickend hab ich es bei meinen Kindern verdrängt. Aber durch deine Enkel fällt es mir wieder ein. Ja, die Woche war es selbst mir zu heiß.

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