gemischte Zustände und endlich wieder Sommer!

Das Straucheln im neuen Zustand geht weiter:  Ich finde mich in Zuständen vermehrter Unsicherheit und Nervosität wieder, als ob es einen Schalter gäbe, der auf „fortan bist du verplant!“ gedreht hat. Spontan hatte ich mich entschieden, bei einer Qigong- Woche auf Kreta Ende September teilzunehmen. Alles lief rund, bis ich eine Mail bekam, dass meine Flugbuchung nicht geklappt hat, also schnell noch mal buchen.Die ursprüngliche Buchung aber hatte im zweiten Anlauf doch Erfolg gehabt und somit hatte ich eine Doppelbuchung, die mich in einen Strudel von vergeblichen Anrufen und Mails gestürzt hat. Geduld und Konzentration wären in so einem Fall angebracht, aber ich kann nicht umhin, innerlich und in meinen Aktionen zu wirbeln. Die Arbeit in der Landeszentrale war für mich, zeitlich und für meinen Seelenfrieden wie ein Gefäß, das mich gehalten hat und abgehalten hat von sinnlosem Agieren.

Im Fernsehen sehe ich dagegen Monika sehr professionell über die Eröffnung der Ausstellung auf Herrenchiemsee sprechen. Wie schnell spüre ich doch die Lücke zum Arbeitsleben , das nun -erst seit einer Woche- zu Ende gegangen ist. Die Erleichterung und ja fast Euphorie anderer RentnerInnen teile ich noch lange nicht!

Derweil ist der neue Alltag mit Sport und jeder Menge Freizeit gar nicht so schlecht. Endlich konnte ich mein Huhn kochen und Heike und Michael zu Gast laden, endlich gibt es Zeit fürs Lesen („Pompeji“ fand ich nicht so genial, wie ich es erwartet hatte), Zeitung lesen, Ausstellungen anschauen. Endlich keine Aktenvermerke mehr schreiben, endlich nicht mehr täglich sehen, wie groß der Altersabstand zu allen anderen Kollegen ist, endlich nicht mehr die Älteste sein und sich einfinden in Begegnungen, wo das Alter nicht mehr so dominiert.

Ein zauberhafter Abend in der „Alten Münze“, Maxi Pongratz hat zusammen mit einem Bassisten den Abend bestritten, es war der erste laue Sommerabend seit langem.

Heute hatten wir ein spontanes Frühstück im Rigoletto: Heike, Michael und ich. Danach fuhr ich mit der Tram zum Hauptbahnhof. Ich war mit Suzanne verabredet. Sie war auf dem Weg nach Salzburg und hatte dankenswerterweise meinen Spiegel, den ich in Brüssel gekauft hatte. Weil erpicht in meinen Koffer paßte, nahm ihn Suzanne mit nach Düsseldorf und nun habe ich das schöne Stück !

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Die Doppelbuchung ist echt blöd gelaufen und macht bestimmt viel Stress, sie rückgängig zu machen. Dein neuer Lebensabschnitt ist selbstverständlich noch nicht Routine, hat doch schon viel Gutes mit sich gebracht.

  2. Heike sagt:

    Ja klar, das dauert, aber das Bild vom Gefäß kann ich gut nachvollziehen. Jetzt ist die Zeit, in alle Richtungen ausufern zu können, ausfransen, und nicht alles tut gut. Wie mit allem müssen sich Prioritäten herausbilden. Aber ein bisschen nett ist es schon, zu jeder Zeit irgendwie alles anfangen zu können, nicht zu müssen.

  3. Renate sagt:

    Etwas Geduld brauchst du schon, um im neuen Lebensabschnitt anzukommen. Du warst sehr verbunden und identifiziert mit deiner Arbeit. Bei mir dauerte der Trauerprozess lange, allerdings bevor ich in Rente ging. Doppelbuchung ein Horror, denn so einfach wie früher kann nicht mehr zum Telefonhörer gegriffen werden.

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