Stimme, Körperarbeit und schwimmen

Stimme – Ausdruck meiner Persönlichkeit, bei Felicitas Niegisch. Anreise ging besser als erwartet. Starnberg Nord und beim warten im Bushäuschen eine Teilnehmerin eines Malkurses kennengelernt. Schönes, ebenerdiges Zimmer bekommen. Das Seminar war sehr vielseitig, herausfordernd, lustig und auch anstrengend. Sehr viel Körperarbeit und lautes grimassieren, gähnen und mit weit geöffnetem Vokaltrakt Vokale rausplärren, Partnerarbeit, die ich sehr geschätzt habe, jeden Tag ewiges Rollen und Becken kippen. Zwerchfell ertasten und in selbiges atmen. Improvisationen, die sehr witzig waren, ebenso die Skulpturen. Am letzten Tag habe ich einen song von Janis Joplin vor der Gruppe gesungen. Andere Seminarteilnehmerinnen fühlten sich durch mich, wie sie sagten, ermutigt. Es wurden Texte vorgelesen, ausgewählt von Felicitas. Ich las ein Gedicht von Hilde Domin. Alles, um die eigene Stimme zu entdecken, nur in unserer Gruppe. Am Freitag Abend öffneten sich die Räume für Alle. Unsere Skulptur, mit Zwerchfell, Vokaltrakt, Hemmung, das Becken, die Klangfarbe, die Erde usw., sehr gelungen, kam gut an. Die Malgruppen haben ihre Werke ausgestellt, zum Teil so toll. Urban scetching in einem Raum, gefiel mir sehr. Zeichnen was einem unterkommt. Die Schreibgruppe hatte keinen Beitrag. Es  war eine sehr tolle, offene und auch lustige Gruppe, zehn Frauen und ein Mann. Mit einigen Frauen habe ich Nummern ausgetauscht und auch schon geappt. Von der Seminarleiterin war ich nicht ganz überzeugt. Ihr Handwerkszeug beherrschte sie perfekt, an Einfühlungsvermögen und Gespür fehlte es manchmal, auch an der Fähigkeit sich zurückzunehmen. Das Essen superlecker, leider für mich nur ziemlich eingeschränkt genießbar. Ohne Lefax wäre es gar nicht gegangen. Ach ja, ich bin jeden Tag im See geschwommen.

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4 Antworten

  1. Heike sagt:

    Das klingt herrlich!! Ich dachte von Anfang an, dass dieser Kurs bei mir damals nicht so lustig war. Vielleicht auch, weil der junge Sohn meiner Hauptpartnerin, mit der es mich zusammen geführt hat, damals gerade an Krebs verstorben war – mir ist, als habe ich sie die meiste Zeit „auf dem Schoß“ gehabt, was in Ordnung und schön aber eben alles andere als lustig war. Wie das so ist – manche fliehen da eher, andere halten es aus.

  2. Heike sagt:

    Dass du sogar als Janis Joplin vor die Gruppe getreten bist ist beachtlich und lässt einen enormen Prozess vermuten.

  3. Ines sagt:

    Verstehe ich es richtig, dass dort gleichzeitig andere Gruppen waren, die gemalt und geschrieben haben? Dass du so eine Körperarbeit gut findest und dich traust, alleine vor der Gruppe zu singen, hätte ich bei dir nicht vermutet. Ich finds toll.

  4. Beate sagt:

    Dieses Zusammenspiel von Gruppen, die parallel schreiben, malen, fotografieren am letzten Tag habe ich auch vom Jahreswechsel gehört. Schön, wenn es ein Abschlussfest gibt! Buchenried ist schon ein herrliches Plätzchen mit tollen Angeboten.

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