Gedanken zum Baden, Tour nach Leutstetten, Brunchen im Mangostin

Ich bin noch in der Arbeit und nutze die Ruhe und den Computer. Daheim hab ich wegen Hubert oft nicht die Ruhe, da er immer mit mir redet. Außerdem hab ich am Abend keine Lust, meinen Laptop hochzufahren und auf dem Handy zu tippen dauert doch etwas länger und ist umständlicher. Die Woche war Hubert ein paar Tage krank, so dass wir zwei Einladungen zum Essen am Dienstag und am Donnerstag abgesagt haben, was mir sehr recht war. Am Mittwoch habe ich mich wieder in das Becken des Südbads geworfen und bin meine Tausend Meter geschwommen. Wieso finde ich das Schwimmen im Hallenbad so einfach und im See sauf ich fast ab und bin nie länger als 5 Minuten im Wasser? Unter der Woche also ruhig und immer abends zu Hause gegessen und keinen Alkohol getrunken. Das nehme ich mir immer vor. Leider werde ich bei Essenseinladungen immer schwach und trinke doch wieder Wein. Am Freitag mit der S-Bahn nach Starnberg, die Peergruppe fand bei Ariane im Garten statt. Das ist schon ein besonders schöner Platz. Die Stunden sind verflogen und es war sehr intensiv, wobei ich ja wenig emotionale Aufregendes zu bieten haben, da ich ein sehr sorgenfreies Leben aktuell führe und mit meinem Partner, meiner Wohnsituation und mit meinen Kindern oder Eltern derzeit keine Aufregungen habe. Das war schon anders. Das Wochenende stand im Zeichen von Unternehmungen, die wir zur Hochzeit geschenkt bekommen haben. Am Samstag die Fahrradtour nach Leutstetten mit unseren Nachbarn Barbara und Stefan. Herrlich erst durch Solln und den Forstenrieder Park an der Würm entlang geradelt und in den schönen Biergarten in Leutstetten eingekehrt. Danach noch mal zu einer wunderschön verwunschenen Stelle an der Würm einen Kaffee getrunken und Kekse gegessen. Und schließlich noch an den Starnberger See geradelt, wo wir alle einmal ins Wasser gehüpft sind. Ich brauche immer am Längsten, um mich zu überwinden in das kalte Nass zu steigen. Dann war es aber herrlich. Der Rückweg hat sich ganz schön gezogen und ich war ordentlich kaputt. Abends lange auf der Terrasse gesessen und den herrlichen Spätsommertag ausklingen lassen. Am Sonntag waren wir eingeladen zum Brunch im sehr feinen Restaurant Mangostin von Huberts befreundetem Zahnarzt und seiner Frau Tanja, die aktuell erfolgreich gegen ihren Lungenkrebs kämpft. Was war das für eine Schlemmerei. Wer denkt, zum Brunchen gibt es dort Brötchen mit Marmelade, hat weit gefehlt. Austern, Sushi, tausend asiatische Kleinigkeiten, auch viel Fisch und Meeresfrüchte sowie Braten und herrliche Süßspeisen. Wir saßen 3 1/2 Stunden und haben uns den Bauch mit all den Leckereien voll geschlagen und geredet. Das Reden und die Sättigung führten zu akuter Müdigkeit. Danach war ich reif für ein Mittagsschläfchen und danach nur noch rumdümpeln. So ein Brunch macht einem eigentlich den ganzen Tag zunichte. War trotzdem ein schönes Ereignis und so feine Sachen habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Schade, dass man den Blog nicht wie einen Brief vor sich liegend anschauen kann! So lustig. „Brunch macht den Tag zunichte!“ Beim Schwimmen „fast absaufen“ – für mich schön konkret 5 Minuten gegen meine 20, die sich allerdings immer länger anfühlen. Diese Radtour kommt mir ganz schön gewaltig vor; tolle Stationen, aber eine heftige Anforderung an die Kondition. Bei aller Kontaktfreude wären mir die vielen Stunden und die vielen Events zuviel, lieber ein paar Stunden und dann Schluss. Auch dass du in der Arbeit die „Ruhe“ hast im Gegensatz zu daheim, wo „Hubert redet“! – Stimmt – es war auch schon anders bei dir – fast schon vergessen!

  2. Beate sagt:

    Auch ich habe geschmunzelt und manchmal laut aufgelacht- So einen Brunch könnte ich auch genießen (und bitte danach ein Schläfchen unterm Obstbaum), die Radtour hingegen klingt echt anstrengend, schließlich sind die Temperaturen noch ziemlich hoch

  3. Renate sagt:

    Erstaunlich wieviele Gemeinsamkeiten wir haben. Eine Ewigkeit brauchen um ins Wasser zu gehen, im See maximal 5 Minuten schwimmen. Eure Radltour klingt toll, aber lang. Brunch ist nix für mich, erst recht nicht mit Sushi und Austern.

Schreibe einen Kommentar zu Heike Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert