Grillen bei Anne, Weltlage macht Sorge, kalte Jahreszeit beginnt

Heute bin ich etwas geschädigt vom Feiern gestern. Anne, meine Kollegin, hatte wieder mal zu dem alljährlichen Grillabend eingeladen. Diese Abende sind berühmt dafür, dass sie Ess- und Trinkgelagen und in ekstatischem Tanzen ausarten. Dieses mal wurde aber nur geredet bis in die Morgenstunden. Um 4 Uhr war ich erst im Bett und konnte nicht einschlafen, weil mein Bauch so voll war. Das Reden war so anregend, dass ich nach dem regulären Essen von Grillgut, Salaten und Nachtisch noch ganze Schüsseln voll Schokofrüchten geleert habe. Keiner kam dieses mal auf die Idee zu tanzen. Die Diskussionen drehten sich zunächst über die Situation im Kinderzentrum und später ging es um Politik, die AFD, um Migranten, um Israel und die Ukrainer. Die Stunden vergingen irgendwie ohne dass ich es gemerkt habe. Durch die Lage in Israel rückt der Ukrainekrieg in den Hintergrund, das scheint kein Zufall zu sein. Ich bin sehr verstört durch das alles und habe auch große Sorge, dass wir nicht mehr friedlich zusammenleben können. Überall Spaltung und Feindschaft, Krieg, Vergeltung, Rache, Machtansprüche.

Die Woche ansonsten ist schnell erzählt. Montag fing der Linedance Kurs wieder an. Es ist inzwischen so fortgeschritten, dass ich überlege, nach dem Kurs aufzuhören, weil ich schlichtweg nicht mehr mitkomme. Und irgendwie ist mir das Tanzen der komplizierten Schrittfolgen zu verkopft und zu wenig körperlich. Mittwoch Yoga und danach Frauenärztin wg. anhaltender Blutungen. Abends Treffen mit den Kolleginnen der Trisomie-Sprechstunde, zu der ich gehöre, und 4 Besucherinnen aus Wien, die sich tagsüber unsere Sprechstunde angeschaut haben. Wir trafen uns im Lokal Conviva im blauen Haus direkt bei den Kammerspielen. Das war ein schöner Abend.

Am Freitag war ich mit Hubert bei media markt, weil ich einen neuen Laptop brauche. Ich konnte mich aber nicht entscheiden. Ich kenne mich überhaupt nicht mit den ganzen Fachbegriffen aus und worauf man achten muss. Es interessiert mich auch zu wenig als dass ich mir das alles merken kann. Ich baue auf Hubert, der sich deutlich besser auskennt.  Danach den gefühlt letzten warmen Abend draußen beim Italiener am Stemmerhof Pinsa gegessen. Der warme Herbst ist jetzt endgültig vorbei. Heute das erste mal unter der Winterdecke geschlafen. Ab jetzt kann man wieder die Wollpullis anziehen.

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3 Kommentare

  1. Renate sagt:

    Ich glaube auch, dass es kein Zufall ist, dass dieses Massaker der Hamas jetzt geschieht. Wer weiß welche Großmacht da im Hintergrund mitwirkt. Beängstigend ist die Entwicklung bei uns und weltweit. Du bist schon ziemlich weit gekommen beim Linedance. Bewundernswert! Ich könnte mir diese Schrittfolgen überhaupt nicht merken und denke auch, daß du ständig an die neuen und alten Figuren denken musst, so dass die Bewegung ins Hintertreffen gerät. Wielange wird es dauern bis die Choreographien in Fleisch und Blut übergehen?

  2. Beate sagt:

    gerade habe ich auch darüber geschrieben, deine Besorgnis über die Lage in der Welt geteilt. Das Grillfest war ja alles andere als frugal. Das gehört zu lauen Sommerabenden, die sich bis in die Morgenstunden fortsetzen.Wie schön so ein Fest sein kann! Übrigens war es auch das „verkopfte“, warum ich die Lust am Salsa tanzen verlor ! Diese Schrittfolgen, die Figuren, die sich daraus ergeben sehen sehr schön aus! Aber wenn sie nicht automatisch getanzt werden, verwirbeln die Gedanken um den nächsten Schritt den Kopf!

  3. Heike sagt:

    Ein neues Gerät – ätzend. – Ja, es scheint wie Schach. Etwas wird auf der Welt bewegt und alles bewegt sich mit. Es wird in viel zu kleinen Schritten gedacht. Wahrscheinlich wird an den großen Schrauben woanders gedreht. War nicht auch in Israel ein „Scheinfeuer“ andernorts am Lodern? – Schade um den Linedance! Es ist vielleicht wie mit einem Instrument – die „einfache“ Zeit ist vorbei. Hirn und Körper – Vorbeugung gegen alle möglichen Ersscheinungen. – Dauerblutungen? Hoffentlich mit Entwarnung?

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